"Agatha Christie": Eine Dame verschwindet

11. Jänner 2017, 10:38
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Traudl Bünger huldigt der "The Queen of Crime"

Es ist auf der Kölner Literaturmesse lit.cologne Tradition, eine Themenlesung mit Promis abzuhalten. Die Sujets changieren zwischen Mark Twain und der Blamage. Im März 2016 suchte sich die Programmredakteurin Traudl Bünger einen Geburtstag aus – respektive die Wiederkehr eines Mysteriums. Ergebnis: The Queen of Crime – Agatha Christie.

Darin lässt sie zwei Figuren ihre Autorin suchen. 3. 12. 1926. Die namhafte englische Krimiautorin Agatha Christie verschwindet spurlos, hinterlässt einen anspielungsreichen Brief, ihr Auto findet sich im Wald an einem See. Hercule Poirot, gesprochen von Jürgen Tarrach, und Hannelore Hoger als Miss Marple denken in Büngers nicht immer stilsicherer Prosa über diese Causa nach. War es die Ehekrise? Oder ein Marketingtrick?

Nach elf Tagen fand man Christie elegant gekleidet in einem Hotel in Yorkshire, die Suche nach ihr war Landesgespräch geworden. Tarrach spricht schön pompös den pompösen Poirot. Bei Hoger sucht man hingegen vergeblich nach einer prägnanten akustischen Interpretation. (Alexander Kluy, 11.1.2017)

Traudl Bünger, "The Queen of Crime – Agatha Christie". € 16,90 / 80 min. Random House Audio, München 2016

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    foto: random house audio
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