1.000 bei Protestmarsch gegen Murkraftwerk in Graz

6. Jänner 2017, 17:23
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Plattform "Rettet die Mur", Naturschutzbund, KPÖ und Grüne fordern Volksbefragung über ökologisch und ökonomisch umstrittenen Kraftwerksbau

Graz – Trotz der Minusgrade marschierten am Freitag Hunderte Menschen in Graz bei einem Dreikönigsmarsch für eine Volksbefragung zum Murkraftwerk mit. Von verschiedenen Sammelpunkten an der Erzherzog-Johann-Brücke (Hauptbrücke), im Augarten und in Puntigam ausgehend, folgten Bürger dem Aufruf der Plattform Rettet die Mur. Auch der Naturschutzbund, die KPÖ und die Grünen unterstützten die Demonstration.

Rodung tausender Bäume

Die Spitzenkandidatin der KPÖ, Elke Kahr und jene der Grünen, Tina Wirnsberger, waren auch als Rednerinnen dabei. Dass schon am 5. Februar in Graz gewählt wird, hat ursächlich mit dem ökologisch aber auch ökonomisch höchst umstrittenen Kraftwerk zu tun. Denn KPÖ-Vizebürgermeisterin Kahr ließ die Budgetverhandlungen mit ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl platzen, weil dieser eine Volksbefragung zum teuren Kraftwerk verweigerte.

Die Umweltschützer beklagen unter anderem die Rodung tausender Bäume, die das ohnehin von Feinstaub belastete Klima in der Stadt weiter verschärfen würden. Zudem würde die Artenvielfalt an und im Fluss durch die Staustufe dezimiert. Laut Veranstalter marschierten rund 1000 Personen am Fluss entlang zum Puchsteg: Begleitet wurden sie von Trommeln, Musik und einzelnen vom eisigen Wasser unbeeindruckten Kajakfahrern.Der Baubeginn auf der Olympiawiese im Süden hat unterdessen bereits begonnen. (cms, 6.1.2017)

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