Trump behauptet Mexiko wird Kosten für Bau von Grenzmauer zurückzahlen

6. Jänner 2017, 15:45
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Designierter US-Präsident beschuldigt einmal mehr "unehrliche Medien"

Washington – Der künftige US-Präsident Donald Trump hat Medienberichte zurückgewiesen, denen zufolge nun doch der US-Steuerzahler für den Bau der geplanten Grenzmauer zu Mexiko aufkommen soll. US-Gelder würden nur eingesetzt, um mit dem Bau rasch beginnen zu können, twitterte Trump am Freitag. Später würden die USA das Geld von Mexiko zurückbekommen.

"Die unehrlichen Medien sagen nicht, dass das Geld, das für den Bau der Großen Mauer ausgegeben wird (aus Gründen der Schnelligkeit), von Mexiko später zurückgezahlt wird", erklärte Trump auf Twitter.

Auch Trump-Beraterin Kellyanne Conway bekräftigte im Sender CBS, der künftige Präsident werde sein Wahlversprechen einhalten, dass Mexiko für die Grenzmauer zahlen müsse. Mexikos Außenministerin Claudia Ruiz Massieu hatte allerdings bereits kurz der Wahl Trumps erklärt: "Es fällt uns nicht ein, für eine Mauer zu zahlen."

Der Sender CNN und andere Medien hatten berichtet, das Übergangsteam von Trump habe republikanischen Abgeordneten signalisiert, der neue Präsident bevorzuge es, den Mauerbau über staatliche Mittelzuweisung zu finanzieren. Im Wahlkampf hatte der Republikaner wiederholt erklärt, die Mauer müsse auf Kosten Mexikos gebaut werden, um illegale Einwanderung in die USA zu stoppen.

Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, als Präsident eine mehr als 3.000 Kilometer lange Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu lassen, um die illegale Einwanderung einzudämmen. Bei Wahlkampfveranstaltungen hatte er dafür Begeisterungsstürme geerntet. Auf seine Frage, wer die Mauer bezahlen werde, antworteten seine Anhänger jedes Mal "Mexiko". Die Kosten des Mauerbaus sind unklar, sie werden auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt. (APA, 6.1.2017)

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