Friedensflug und Anerkennung

    7. Jänner 2017, 10:00
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    Die Hoffnung, anerkannt und schwungvoll ins Jahr zu starten, erfüllte sich für Heinz-Christian Strache nicht wirklich. Überall Missgunst

    Über den Jahreswechsel hinweg schien die Welt noch mühsamer geworden zu sein. In den USA schenkte ein werdender Präsident dem heutigen KGB zwar erfreulicherweise mehr Glauben als dem eigenen Geheimdienst. Heinz-Christian Strache hatte Donald Trump dazu gratuliert. Nach wie vor aber hat "Donnie" nicht twitterhöflich reagiert. Nicht einmal für Straches Friedensflug nach Moskau, mit dem er die Welt retten wollte, gab es Anerkennung. Plötzlich konnte sich sogar Trumps künftiger Sicherheitsberater Michael Flynn an kein Treffen mit Strache erinnern.

    Im Vergleich zu diesen unhöflichen Petitessen, die Strache mit Trumps Frisur und Unerfahrenheit erklärte, erfüllte die Undankbarkeit in der Heimat den Tatbestand der sich auch im neuen Jahr erneuernden schweren Kränkung. Das Treffen mit Putins mustergültigen Demokraten von "Einiges Russland", mit denen die Opposition so zufrieden ist, dass sie nicht mehr existieren mag, war zwar letztlich so erfolgreich wie harmlos. Im Abkommen stand ja nur, dass sich die "Einigen" dafür einsetzen würden, Strache beim Eröffnungsmatch der Fußball-WM in Russland 2018 näher bei Putin sitzen zu lassen als Norbert Hofer.

    Aber nein, in der "ZiB 2" musste Armin Wolf alles mit begrifflichem Sadismus aufwärmen. Arbeitsübereinkommen oder Partnerschaftsabkommen? Wen interessiert das? Machen Sie doch einen Kurs beim Sender Putin Today, um Sachlichkeit zu erlernen, Herr Wolf! Strache war besorgt. Er wusste zwar, er würde nun wieder die Schlagzeilen dominieren. Aber würden sie Putin gefallen? (Ljubiša Tošić, 7.1.2017)

    • Heinz-Christian Strache wird von Donald Trump nicht gewürdigt.
      foto: apa/herbert neubauer

      Heinz-Christian Strache wird von Donald Trump nicht gewürdigt.

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