Vorsichtige Schätzung: Im Vorjahr 7.400 Menschen auf Flucht gestorben

6. Jänner 2017, 14:40
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Die meisten Menschen kamen bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, zu Tode

Genf – Mindestens 7.495 Migranten und Flüchtlinge sind 2016 auf dem Weg in ein anderes Land ums Leben gekommen. Der überwiegende Teil, 5.079, seien bei dem Versuch gestorben, das Mittelmeer zu überqueren, berichtete die internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf. Die Zahlen seien vorläufig.

17 Tote pro Tag

Berichte über 300 weitere Todesfälle im Mittelmeer würden noch untersucht und seien in der Statistik nicht berücksichtigt. In den vergangenen drei Jahren seien am Tag im Schnitt 17 Flüchtlinge ums Leben gekommen.

Die Zahl für 2016 sei deutlich höher als 2015 und 2014 mit jeweils unter 6.000 Todesfällen. Das liege zum großen Teil daran, dass mehr Fälle bekannt und erfasst würden, sagte IOM-Sprecher Joel Millman. Selbst die aktuelle Zahl sei aber womöglich nur die Spitze eines Eisbergs. "18.501 Todesfälle in drei Jahren – das ist einfach schockierend", sagte IOM-Generaldirektor Willam Lacy Swing. "Wir müssen etwas tun, damit Migration legal und sicher wird für alle." (APA, 6.1.2017)

  • Jeden Tag kommen rund 17 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer ums Leben.
    foto: afp/paternostro

    Jeden Tag kommen rund 17 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer ums Leben.

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