Der 100. Podestplatz kommt bestimmt

6. Jänner 2017, 12:52
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Salzburger reiste nach einer Enttäuschung, aber mit einigen Analyseaufgaben nach Adelboden, wo am Wochenende der klassische Riesentorlauf und der nicht weniger klassische Slalom gegeben werden. In Zagreb könnte er einfach nur schlecht gefahren sein

Zagreb/Adelboden – Der Wintereinbruch in Mitteleuropa hat den Skiweltcup quasi kalt erwischt. Bei unwirtlichen Bedingungen waren im Slalom zu Zagreb am Donnerstagabend zwei Serien zu Ende gegangen. Marcel Hirscher verpasste erstmals in dieser Saison das Podest eines traditionellen Technikerrennens, betrieb aber als Sechster Schadensbegrenzung, weil der Norweger Henrik Kristoffersen bei seinem dritten Slalomstart in dieser Saison erstmals nicht gewann (aber noch Dritter wurde) und der Franzose Alexis Pinturault nach Ausfall gleich punktlos blieb.

Dennoch nahm Hirscher Stoff zum Grübeln mit nach Adelboden, wo am Samstag der klassische Riesentorlauf und am Sonntag der nicht weniger klassische Slalom auf dem "Chuenisbärgli" steigt. Der Slalom könnte durch Schneefall gestört werden, für den Riesentorlauf war Sonnenschein bei ordentlichen Minusgraden angesagt. Schnee gibt es im Berner Oberland schon ein wenig.

Das Wetter war nicht Hirschers Problem in Zagreb, wo etliche Spitzenläufer verblasen worden waren und der Italiener Manfred Mölgg im zarten Alter von 34 und nach fast acht Jahren Wartezeit sein drittes Weltcuprennen gewann. Selbst mehrmalige Videoanalyse brachte keinen Hinweis für den geschlagenen Salzburger. "Es ist ein Rätsel, warum ich so herumgesprungen und gerutscht bin. Vermutlich bin ich einfach nur scheiße gefahren."

Das Material sei jedenfalls nicht verantwortlich gewesen, ja Hirscher sagt sogar, dass ihn seine umfangreichen, diesbezüglichen Tests bisweilen fast schon in den Wahnsinn treiben. "Einmal ist es das beste Set-up der Welt, dann wieder glaubst, du hast das Skifahren verlernt."

Der 100. Podestplatz soll nun eben in Adelboden folgen, wo Hirscher den Riesentorlauf zweimal und den Slalom dreimal gewonnen hat. "Mal schauen, ob ich an Alta Badia anknüpfen kann. Und dann kriege ich auch wieder eine neue Chance im Slalom." (APA, red, 6.1.2017)

  • Hirscher rätselt.
    foto: reuters/bronic

    Hirscher rätselt.

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