Mindestens drei UN-Soldaten in Zentralafrikanischer Republik getötet

6. Jänner 2017, 10:10
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Einer aus Bangladesch, zwei aus Marokko

Bangui – Bei Kämpfen in der Zentralafrikanischen Republik sind diese Woche nach Angaben der UNO-Friedenstruppe mindestens drei Blauhelmsoldaten getötet worden. Bei einem Gefecht im Nordwesten des Landes sei am Donnerstag ein Soldat aus Bangladesch ums Leben gekommen, teilte die Uno-Truppe Minusca mit. Ein leitender Beamter des Bezirks Bocaranga hatte zuvor von fünf getöteten Soldaten gesprochen.

Der Grund für die unterschiedlichen Opferzahlen blieb zunächst unklar. Die Blauhelme aus Bangladesch seien rund 25 Kilometer südwestlich der Stadt Bocaranga während einer Patrouille von rund 50 Männern angegriffen worden. Kurz zuvor hatte die UNO-Mission auch den Tod von zwei marokkanischen Blauhelmsoldaten bei einem Angriff im Südosten des Landes bekannt gegeben. Die Soldaten eskortierten demnach am Dienstag bei der Stadt Obo einen Konvoi von Tanklastern, als sie angegriffen wurden. Zwei Soldaten seien getötet, zwei verletzt worden.

In der Zentralafrikanischen Republik herrscht derzeit ein brüchiger Frieden. Kämpfe zwischen muslimischen Rebellen und Milizen der christlichen Mehrheit hatten das Land im Jahr 2013 in einen Bürgerkrieg gestürzt. Hunderttausende flohen vor der Gewalt. Bis heute versuchen rund 11.000 Blauhelmsoldaten, den Staat wieder zu stabilisieren. Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt. (APA/dpa, 6.1.2017)

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