Zwei Brände in Flüchtlingsheimen in Nordrhein-Westfalen

6. Jänner 2017, 13:57
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Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung – Ursprünglich hatte Polizei die Bewohner selbst in Verdacht

Paderborn – Nach dem Brand mit zahlreichen Verletzten in einer Flüchtlingsunterkunft nahe der deutschen Stadt Paderborn am Donnerstag wurde bekannt, dass am selben Tag eine weitere Flüchtlingsunterkunft in einer Nachbargemeinde gebrannt hat.

Ursprünglich hatte die Polizei keinen rassistischen Hintergrund vermutet und sogar fünf Bewohner als Verdächtige geführt: Sie wurden verdächtigt, Matratzen in Brand gesetzt zu haben, die Bewohner wurden festgenommen.

Staatsschutz ermittelt

Nun wurde allerdings bekannt, dass es nicht nur in Hövelhof-Staumühle, sondern auch in Bad Lippspringe gebrannt hat. Dort ermittelt nun laut einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks (WDR) der Staatsschutz.

In dem Haus leben Familien mit Kindern aus Syrien, Afghanistan und Eritrea. Donnerstag nachmittag entstand dort im Keller des Hauses ein Brand. Die Bewohner konnte das Haus rechtzeitig verlassen, verletzt wurde niemand, das Feuer wurde schnell gelöscht.

Vorsätzliche Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Die Polizei hegt nun den Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung und schließt einen rassistischen Hintergrund nicht aus. Zeugen werden gesucht.

Bei dem Brand in der Nachbargemeinde Hövelhof-Staumühle war der Schaden schwerer: Das Gebäude brannte völlig ab und es gab Verletzte, 30 Bewohner mussten ins Spital gebracht werden, einer wurde sogar schwer verletzt. In der Unterkunft leben nach Angaben des Kreises etwa 500 Flüchtlinge. (red, APA/dpa, 6.1.2016)

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