Niki stellt Europa-Städteflüge mit Ende Jänner ein

5. Jänner 2017, 17:18
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Strecken von Wien, Salzburg und Graz zu Air-Berlin-Drehkreuzen künftig von Air Berlin selbst bedient

Wien/Schwechat/Berlin – Die bisherige Air-Berlin-Tochter Niki soll zusammen mit der deutschen Fluglinie TUIfly des Reisekonzerns TUI einen gemeinsamen Ferienflieger bilden. Das Joint Venture könnte ab März starten und damit früher als erwartet, schreibt das österreichische Branchenportal "Austrian Aviation Net" am Donnerstag. Die bisherigen klassischen Städteflüge werde Niki nur mehr bis Ende Jänner abwickeln.

Nachdem Niki aus der Air-Berlin-Gruppe herausgelöst und künftig gemeinsam mit TUIfly ein Joint Venture mit dem Arbeitstitel "Blue Sky" bilden wird, hätte sich nach bisherigen Informationen in den nächsten Monaten beim Flugplan nichts Wesentliches ändern sollen. Bekannt war bisher nur, dass Abu Dhabi mit 6. März 2017 eingestellt wird.

City-Verbindungen eingestellt

Mit Ende Jänner würden nun sämtliche europäische City-Verbindungen – abgesehen von Palma – eingestellt, wird Niki-Chef Oliver Lackmann von Austrian Aviation Net zitiert. Darunter würden beispielsweise Strecken von Wien nach Barcelona, Madrid, Valencia, Stockholm, Hamburg, Mailand, Rom oder Zürich fallen. Die Strecken von Wien, Salzburg und Graz zu den Air-Berlin-Drehkreuzen Düsseldorf und Berlin würden künftig von Air Berlin selbst bedient.

Betroffene werden auf Partner-Airlines umgebucht

Betroffene Flugpassagiere werden ab Montag benachrichtigt. Wer für Feburar oder März Städteflüge – etwa Paris oder Nizza – gebucht hat, kann auf Flüge von Partner-Airlines umgebucht werden oder kostenlos stornieren, sagte Niki-Sprecherin Milene Platzer. Wer über Reisebüros oder Veranstalter gebucht hat, muss sich an diese wenden.

Das Joint Venture mit TUIfly werde also schneller als erwartet operationell starten. Wunschtermin wäre laut Lackmann bereits der März. Dafür müssten aber behördliche Genehmigungen – allen voran der Wettbewerbsbehörden – abgewartet werden.

Die Marke Niki solle erhalten bleiben, so Lackmann. Unter welchem Namen das gesamte neue Joint Venture firmiert, wird noch nicht gesagt. Fest steht, dass die Ferienairline zum Start über 63 Flugzeuge verfügen soll, darunter 22 Maschinen unter der Fluglizenz (AOC) von Niki und 41 Boeing 737 der TUIfly. Dabei wird Niki laut Lackmann künftig ausschließlich mit Airbus A321 fliegen. (APA, 5.1.2017)

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