Mindestens fünf Tote bei Autobombenanschlag in Bagdad

5. Jänner 2017, 10:09
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Anschlag in schiitischem Stadtteil

Bagdad – Bei der Explosion einer Autobombe im Osten der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Sieben weitere Zivilisten seien verletzt worden, teilte der Sprecher der Sicherheitsbehörden der Stadt, Saad Maan, am Donnerstag mit. Demnach explodierte in dem vor allem von Schiiten bewohnten Stadtteil Al-Obaidi ein geparktes Auto neben einer Menschenmenge.

Bilder auf der Nachrichtenseite Al-Sumaria zeigten einen ausgebrannten Wagen. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Bereits am Montag hatte eine Anschlagswelle mit Dutzenden Toten Bagdad erschüttert. Im Osten der Stadt riss ein Selbstmordattentäter 35 Menschen mit in den Tod. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich im Internet zu den Anschlägen.

Die Bomben der sunnitischen Extremisten nehmen vor allem mehrheitlich schiitische Stadtteile ins Visier, um die konfessionellen Spannungen im Irak zu verschärfen. Die Attentate sind auch eine Reaktion auf eine Offensive, mit der irakische Sicherheitskräfte die nordirakische IS-Hochburg Mosul befreien wollen. (APA, 5.1.2017)

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