Briten kauften 2016 trotz Brexit so viele Autos wie nie zuvor

5. Jänner 2017, 09:55
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Die starke Zunahme an Firmenautos sorgt für einen Rekord auf der Insel

London – 2016 war in Großbritannien ein Rekordjahr für den Automarkt. Vorläufigen Daten zufolge wurden dort 2,7 Mio. Fahrzeuge verkauft und damit 2,7 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr, wie der Automobilverband SMMT am Donnerstag mitteilte. Vor allem das Flottengeschäft habe die Nachfrage angetrieben.

Im Gegensatz zum anziehenden Bedarf an Firmenwagen war der Verkauf an Private seit April rückläufig. Insbesondere das Brexit-Referendum im Juni trug zur Verunsicherung der Konsumenten bei.

Vor diesem Hintergrund rechnet Verbandschef Mike Hawes mit einem Absatzrückgang auf Europas zweitgrößtem Automarkt im neuen Jahr. Die Abwertung des Pfund nach der Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, könne auf die Nachfrage drücken. In den vergangenen Monaten hätten Autobauer bereits teilweise ihre Preise angehoben, um den Wertverlust der heimischen Währung zu Dollar und Euro wettzumachen. Großbritannien importiert mehr als 85 Prozent der im Land verkauften Fahrzeuge.

In Deutschland bescherte die gute Kauflaune der Konsumenten den Autobauern 2016 das beste Absatzjahr seit langem. Da Benzinpreise und Zinsen niedrig waren, legten die Neuzulassungen um 4,5 Prozent auf knapp 3,4 Mio. Fahrzeuge zu. In den USA stellte der US-Automarkt einen neuen Absatzrekord auf. Auch hier trieben niedrige Benzinpreise und günstige Zinsen den Verkauf an. Insgesamt wurden 17,55 Mio. Autos abgesetzt, ein Plus von 0,4 Prozent. (APA/Reuters, 5.1.2017)

  • Ein Mann schießt ein Foto am "British Car Day" in Colombo, Sri Lanka. Britische Firmen sorgten mit Autokäufen für ihre Angestellten für einen Rekord.
    foto: reuters / liyanawatte

    Ein Mann schießt ein Foto am "British Car Day" in Colombo, Sri Lanka. Britische Firmen sorgten mit Autokäufen für ihre Angestellten für einen Rekord.

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