Extremistenchef auf südphilippinischer Insel getötet

5. Jänner 2017, 08:20
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Maguid schwor Jihadistenmiliz IS die Treue

Manila – Philippinische Sicherheitskräfte haben den Anführer einer militanten Muslimgruppe getötet, die für tödliche Anschläge auf Zivilisten verantwortlich gemacht wird.

Mohammad Jafaar Maguid, Gründer und Anführer der Gruppe Ansarul Khilafa Philippines, sei in einem Strandresort auf der südlichen Insel Mindanao ausfindig gemacht und kurz nach Mitternacht erschossen worden, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Drei Begleiter seien festgenommen worden.

Bombenanschlag in Davao

Maguid sei wegen Bombenanschlägen gesucht worden, teilte der örtliche Polizeichef mit. Die extremistische Gruppe stehe im Verdacht, mit einem Bombenanschlag vom September in der Stadt Davao mit 15 Toten und Dutzenden Verletzten in Verbindung zu stehen. Ein im vergangenen Jahr in sozialen Internetforen veröffentlichtes Video hatte den Anführer Maguid beim Treueschwur für die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gezeigt.

Auf Mindanao verüben muslimische Extremisten immer wieder Anschläge. Sie kämpfen dort für ihre Unabhängigkeit. In dem Konflikt sind in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 120.000 Menschen getötet worden. (APA, 5.1.2017)

  • Mohammad Jafaar Maguid, Extremistenchef
    foto: apa/afp

    Mohammad Jafaar Maguid, Extremistenchef

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