267 Menschen starben im Vorjahr in Österreichs Bergen – weniger als 2015

4. Jänner 2017, 15:52
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Laut Kuratorium für Alpine Sicherheit um 21 weniger als im Jahr zuvor – Weniger Unfälle und Verletzte – 17 Lawinentote

Innsbruck – In Österreichs Bergen sind im Jahr 2016 insgesamt 267 Menschen bei Alpinunfällen ums Leben gekommen, um 21 weniger als im Jahr zuvor. Zudem habe es deutlich weniger Tote gegeben als im langjährigen Durchschnitt, der in den vergangenen zehn Jahren bei 297 tödlich Verunglückten pro Jahr lag, teilte das Kuratorium für Alpine Sicherheit am Mittwoch mit.

Die meisten tödlichen Unfälle passierten beim Wandern und Bergsteigen (100), gefolgt von solchen im gesicherten Skiraum auf Pisten und Skirouten (28). Auf Skitouren verunglückten im Jahr 2016 insgesamt 24 Personen, beim Klettern und auf Klettersteigen 13 und auf einer Variante acht Wintersportler.

grafik: apa

Durch einen Flugunfall kamen sieben Personen, beim Mountainbiking sechs und auf einer Hochtour vier Personen ums Leben. Durch einen Liftunfall und beim Wildwassersport verloren jeweils zwei Menschen ihr Leben, bei einem Höhlenunfall, beim Langlauf und beim Rodeln jeweils eine Person. 17 Personen starben im vergangenen Jahr bei Lawinenunfällen. Insgesamt verzeichnete die Alpinpolizei 101 solcher Unfälle.

Tödliche Jagd und Waldarbeiten

Ein Viertel starb nicht beim Bergsport, sondern bei der Jagd und bei Waldarbeiten mit Fahrzeugen auf Bergwegen oder durch Suizid im Gebirge. Von den 267 Todesopfern entfielen laut Kuratorium im Jahr 2016 insgesamt 80 auf Personen mit Herz-Kreislaufversagen.

Meiste Todesfälle in Tirol

Die meisten Alpintoten gab es wie in den Vorjahren in Tirol mit 84, gefolgt von Salzburg mit 42. Auf dem dritten Platz liegt Kärnten mit 38 tödlich Verunglückten. Fast alle Todesopfer kamen aus dem europäischen Raum. Der Großteil der tödlich Verunglückten stammt aus Österreich (165), gefolgt vom Nachbarland Deutschland mit 65 Toten. Mit 88 Prozent waren 2016 statistisch gesehen fast neun von zehn Alpintoten Männer.

Meiste Tote im Juli und August

Saisonal gibt es die meisten Alpintoten im Juli und August. In den Spitzenmonaten im Sommer 2016 hatte man im August 52 Tote, im Juli 32 Tote und im September 2016 29 Tote zu beklagen.

Auch die Zahl der Unfälle und Verletzten ging im Jahr 2016 erneut zurück. Waren 2015 insgesamt 7.851 Verletzte gezählt worden, verzeichnete man 2016 insgesamt 7.213 Verletzte bei 7.579 Unfällen. Das entspricht einem Minus von acht Prozent. Im Zehn-Jahresmittel liegt die Zahl der Verletzten bei 7.385. (APA, 4.1.2017)

  • Ein Tourengeher, der vergangenen Februar in den Zillertaler Alpen in eine Gletscherspalte gefallen war, konnte nur noch tot geborgen werden. Insgesamt verunglückten voriges Jahr 24 Skitourengeher.
    foto: apa/zoom-tirol

    Ein Tourengeher, der vergangenen Februar in den Zillertaler Alpen in eine Gletscherspalte gefallen war, konnte nur noch tot geborgen werden. Insgesamt verunglückten voriges Jahr 24 Skitourengeher.

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