Trump greift in der Debatte um Hackerangriffe US-Geheimdienste an

4. Jänner 2017, 13:40
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Wikileaks setzte Belohnung für durchgesickerte Informationen aus dem Weißen Haus aus

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat vor dem Hintergrund der Debatte über Hackerangriffe im Wahlkampf erneut die US-Geheimdienste kritisiert. Es sei "sehr merkwürdig", dass ein geplantes Briefing für ihn zu den "sogenannten russischen Hackerangriffen'" verschoben worden sei, schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. Zugleich kündigte er eine Pressekonferenz für nächste Woche an.

Die Geheimdienstunterrichtung zu Cyberattacken sei auf Freitag verschoben worden, schrieb Trump auf Twitter und fügte hinzu: "Vielleicht benötigen sie mehr Zeit, um einen Fall zu konstruieren". Trumps unterlegene Rivalin Hillary Clinton, ihr Wahlkampfteam und die scheidende US-Präsidentschaft werfen Russland vor, hinter Hackerangriffen auf die US-Demokraten im Wahlkampf zu stecken. Moskau weist das zurück, Trump zog diese Annahme wiederholt in Zweifel.

Der Streit um die Angriffe im US-Wahlkampf hatte zuletzt eine Eiszeit in den Beziehungen zwischen Washington und Moskau heraufbeschworen. Der scheidende US-Präsident Barack Obama verkündete in der vergangenen Woche die Ausweisung von 35 als Agenten verdächtigten russischen Diplomaten. Trump erklärte daraufhin, es sei "Zeit für unser Land, zu größeren und wichtigeren Dingen überzugehen".

Ab 20. Jänner im Amt

Am 20. Jänner übernimmt Trump das Zepter von Obama. Am 11. Jänner will er nach eigenen Angaben eine Pressekonferenz in New York abhalten. Es wäre sein erster derartiger Auftritt seit Juli vergangenen Jahres.

Unterdessen bot die Enthüllungsplattform Wikileaks vor Obamas Ausscheiden aus dem Amt eine Belohnung für durchgesickerte Informationen aus dem Weißen Haus an.

"Lassen Sie das Weiße Haus nicht wieder die Geschichte der USA zerstören! Kopieren Sie jetzt (die Dokumente) und schicken Sie sie an Wikileaks, wann immer es Ihnen möglich ist", twitterte die Plattform. Informationen, die dazu führten, dass Obama-Mitarbeiter festgenommen oder gefunden würden, die "wichtige Dossiers zerstört" hätten, würden mit 20.000 Dollar belohnt. (APA, 4.1. 2016)

  • Donald Trump wird im Jänner US-Präsident.
    foto: apa

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