Designierter US-Außenminister Tillerson kappt Verbindungen zu Exxon Mobil

4. Jänner 2017, 12:53
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Interessenkonflikte bei Rex Tillerson sollen vermieden werden

Washington – Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson kappt alle finanziellen Verbindungen zum Energiekonzern Exxon Mobil, dessen Chef er bis vor kurzem war. Wie das Unternehmen am späten Dienstagabend mitteilte, wurde eine entsprechende Vereinbarung zur Vermeidung von Interessenkonflikten zwischen Tillerson und Exxon Mobil geschlossen.

Demnach wird Tillerson den Wert von zwei Millionen Aktien des Konzerns in einen von Dritten verwalteten Fonds transferieren. Dabei handelt es sich um Aktien, die Tillerson nach seinem regulären Ausscheiden aus dem Unternehmen im kommenden März über einen Zeitraum von zehn Jahren erhalten hätte. Vorgesehen ist außerdem, dass Tillerson auf einen Bonus in Höhe von 4,1 Millionen Dollar (3,9 Millionen Euro) – auszahlbar in bar in den kommenden drei Jahren – sowie auf andere Bezüge und Vorteile verzichtet. Der 64-jährige Manager hat sich zudem verpflichtet, die mehr als 600.000 Exxon-Mobil-Aktien aus seinem Besitz zu verkaufen und in den kommenden zehn Jahren nicht in der Erdöl- oder Erdgasbranche tätig zu werden.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte Tillerson Mitte Dezember als Außenminister nominiert. Der US-Senat muss die Personalie noch bestätigen. Tillerson verfügt über keinerlei politische Erfahrung, aber über enge Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Am 31. Dezember schied Tillerson bei Exxon Mobil aus. Er gehörte mehr als 40 Jahre dem Konzern an, die letzten zehn als Firmenchef. Durch die Vereinbarung fallen Zahlungen und Abfertigungen an ihn nach Angaben von Exxon Mobil um etwa sieben Millionen Dollar geringer aus als ursprünglich vorgesehen. (APA, 4.1.2017)

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