Hair Coach: Warum eine Haarbürste Sensoren und WLAN brauchen soll

4. Jänner 2017, 11:32
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Withings hat auf der CES eine smarte Haarbürste mit App-Anbindung vorgestellt

Zahnbürsten, Wagen, Schwangerschaftstests, Kinderspielzeug, Laufschuhe – im Hype um das Internet of Things scheinen Hersteller so gut wie kein Halten mehr zu kennen, Alltagsgegenstände zu vernetzen. Auf der CES haben die Nokia-Tochter Withings, Kérastase und L'Oréal gemeinsam die erste Haarbürste vorgestellt, die sich mit einem Smartphone verbinden lässt. Vollgestopft mit Sensoren soll sie eine "umfassende Auswertung der Haare" bieten. Das Datensammeln beginnt mit dem ersten Bürstenstrich.

Integrierte Sensoren

Die Hair Coach genannt Bürste ist mit Sensoren von Withings ausgestattet, die unter anderem Intensität und Rhythmus des Bürstens, Gesten und die Anzahl der Bürstenstriche erfassen. Mit einem integrierten Mikrophon sollen sich Strukturschäden, Haarbruch, Trockenheit und Kämmbarkeit der Haarpracht messen lassen. Die Bürste erkennt dabei auch, ob das Haar nass oder trocken ist – dafür ist das Gehäuse entsprechend gegen Spritzwasser geschützt.

Die Daten der Bürste werden per Bluetooth oder WLAN an die dazugehörige Smartphone-App übermittelt und dort ausgewertet. Neben den von der Bürste erfassten Daten berücksichtigt die App auch noch Wetterinformationen wie Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung, Temperatur und Wind, die Einfluss auf die Haarbändigung haben wollen. Dazu gibt es auf den Haartyp abgestimmt Tipps, mit denen auch Produkte vom Partner Kérastase beworben werden. Ein – für die Haarpflege nicht ganz unwichtiges – Detail fehlt in den Produktinformationen jedoch noch: aus welchem Material die Borsten bestehen.

"Unter 200 Dollar"

Die Hair Coach gehört zweifellos zu den skurrileren Produkten, die mit Sensoren und App-Anbindung ausgestattet werden. "Unter 200 US-Dollar" soll sie kosten und Mitte des Jahres auf den Markt kommen. Ob für eine Haaranalyse und Pflegetipps nicht auch ein Besuch bei einem guten Friseur reicht, müssen jeden Kunden entscheiden, die so viel Geld dafür ausgeben wollen. (br, 4.1.2017)

  • Jetzt gibt es auch eine Haarbürste mit WLAN.
    foto: withings

    Jetzt gibt es auch eine Haarbürste mit WLAN.

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