Israels Präsident lehnt Kontakte zu rechten Parteien in Europa ab

3. Jänner 2017, 22:25
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"Kurier": Reuven Rivlin spricht sich gegen Treffen offizieller Repräsentanten Israels mit Parteien wie der FPÖ aus. Diese fühlt sich nicht angesprochen

In einem Schreiben an die Israelitische Kultusgemeinde Wien und den European Jewish Congress teilt Reuven Rivlin, Staatspräsident Israels, mit, dass er jegliche offizielle Kontakte israelischer Repräsentanten mit der FPÖ ablehnt. Das berichtet der "Kurier" am Dienstagabend.

Demnach spricht sich Rivlin in dem Brief "gegen jede Form von Treffen offizieller Repräsentanten Israels" mit Parteien und Gruppen aus, die mit einer antisemitischen Geschichte behaftet sind, den Holocaust leugnen, religiöse Praktiken einschränken wollen sowie Hass und Intoleranz fördern. Laut "Kurier" sei damit auch die FPÖ gemeint.

Die FPÖ fühlt sich vom Brief laut eigenen Angaben nicht angesprochen. Rivlin könne die Freiheitlichen darin "definitiv nicht" erwähnt haben, weil diese weder "rechtsextrem noch rassistisch" und "schon gar nicht antisemitisch" seien, erklärte FPÖ-Abgeordneter David Lasar am Mittwoch. (red, 4.1.2017)

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