Istanbul-Anschlag: Zwei Festnahmen am Atatürk-Flughafen

3. Jänner 2017, 15:19
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Mutmaßlicher Attentäter soll aus Kirgisien stammen und seit November in Konya registriert gewesen sein

Istanbul/Athen – Drei Tage nach dem Terroranschlag auf den Istanbuler Nachtklub Reina hat die türkische Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Sie seien am Eingang des Abflugterminals des Atatürk-Flughafens festgenommen worden, berichteten türkische Medien am Dienstag. Ob der mutmaßliche Attentäter unter den Festgenommen ist, war zunächst nicht bekannt.

Der mutmaßliche Attentäter der Silvesternacht in Istanbul hat türkischen Presseberichten zufolge für die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien gekämpft. Daher scheine er "sehr professionell in der Handhabung von Feuerwaffen gewesen zu sein", schrieb die Zeitung "Hürriyet" am Dienstag unter Berufung auf Ermittler.

Ministerpräsident Binali Yıldırım kündigte an, dass das Parlament diese Woche über eine Verlängerung des Ausnahmezustands abstimmen werde.

Wie der allgemein gut informierte konservative "Hürriyet"-Kolumnist Abdulkadir Selvi schrieb, haben die Behörden den Angreifer inzwischen identifiziert. Er habe Erfahrung im Straßenkampf gehabt und sei "besonders ausgewählt" worden für den Angriff. Die Behörden äußerten sich bisher nicht zur Identität des weiterhin flüchtigen Attentäters, verbreiteten aber Fotos, die ihn beim Geldwechseln zeigen sollen. (mab, Reuters, AFP, 3.1.2017)

  • Die türkische Polizei verbreitete unter anderem dieses Foto des mutmaßlichen Täters, der in der Silvesternacht im Istanbuler Nachtklub Reina 39 Menschen getötet haben soll.
    foto: apa/afp/dogan news agency

    Die türkische Polizei verbreitete unter anderem dieses Foto des mutmaßlichen Täters, der in der Silvesternacht im Istanbuler Nachtklub Reina 39 Menschen getötet haben soll.

  • Fotos der Getöteten vor dem Nachtklub Reina in Istanbul.
    foto: ap photo/halit onur sandal

    Fotos der Getöteten vor dem Nachtklub Reina in Istanbul.

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