Vom Neujahrsblasen: TV-Suche nach Orientierung für 2017

2. Jänner 2017, 18:42
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Damit kein Missverständnis entsteht: Der Bauernkalender kann natürlich eine Neujahrsansprache niemals ersetzen

In Ermangelung der obligaten Neujahrsansprache des Bundespräsidenten – Alexander Van der Bellen wird erst angelobt – klafft nun im Lande schon auch eine zarte Lücke, was Orientierung, Vorsätze und Vorbilder fürs neue Jahr anbelangt. Zwar blieb der Professor nicht untätig, ergriff in seinem Kaunertal – erfreut ob des stolzen Neujahrsblasens der Kapelle – das Wort und wünschte dem Lokalkolorit huldigend herzhaft "A guarts neus Jorr!".

Sympathisch verbreitete sich die Botschaft – über diverse "ZiBs" – durchs ganze Land. Letztlich jedoch ist bezüglich Worten Geduld angebracht, die zwölf Monate lang Halt geben sollen. Hierbei half ein klein wenig "Guten Morgen Österreich"; es sprang quasi in die präsidiale Lücke und servierte Weises und Ehrliches. Klaus Bartelmuss etwa, Manager auch von Nik P. und Andreas Gabalier, wurde befragt, wie das zusammenpasse: Privat höre er Pink Floyd und Led Zeppelin, promoten aber tue er das gänzlich Andere? "Es ist jetzt nicht so, dass man das auch alles lieben muss ...", was man verkaufe, so Bartelmuss.

Der Mann geht vorbildhaft ehrlich ins neue Jahr und vielleicht auch als bereicherter Studiogast des Morgen-TV. Selbst bezüglich der Voraussage, wie das nun alles 2017 wird, gab es ja frühmorgens Angebote – es blätterte das Team der ORF-Frühaufsteher im Bauernkalender: "Neujahrsnacht still und klar – deutet auf ein gutes Jahr!" befeuerte die Stimmung.

Und selbst bei demografischen Problemen gibt es Hoffnung: "Neujahrstage mit Sonnenschein – es lässt das Jahr uns fruchtbar sein." Damit kein Missverständnis entsteht: Der Bauernkalender kann natürlich eine Neujahrsansprache niemals ersetzen. (Ljubiša Tošić, 2.1.2017)

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