Bienen produzieren in der Stadt mehr Honig als auf dem Land

2. Jänner 2017, 15:14
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Studie: Urbane Bienen profitieren von größerer Blütenvielfalt in Städten

Berlin – Honigbienen finden in Städten oft bessere Bedingungen vor als in ländlichen Gebieten – zumindest, wenn es nach einer Studie der Freien Universität Berlin im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen geht. In Parks und Gärten oder auf Balkonen fänden sie demnach ein reicheres und vielfältigeres Blütenangebot, was in höheren Honigerträgen resultiere.

Im Gegensatz dazu wirke sich die intensive Viehwirtschaft außerhalb der Städte negativ aus, so Monika Krahnstöver von der Freien Universität Berlin: "Zusätzlich zum reduzierten Nahrungsangebot erschwert der Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln das Überleben der Biene."

Berliner Bienen

In den beiden größten Städten Deutschlands sind Bienen der Studie zufolge am produktivsten: In Berlin seien durchschnittlich 47 Kilogramm Honig pro Volk hergestellt worden, in Hamburg 40 Kilogramm. Der Durchschnitt für ganz Deutschland liege hingegen pro Jahr und Volk bei nur 30 Kilogramm.

Die zunehmende Stadtimkerei berge allerdings auch Gefahren, etwa die schnellere Ausbreitung von Krankheiten, so Krahnstöver: "Bei zunehmender Urbanisierung unterliegen Honigbienen einer erhöhten Wahrscheinlichkeit der Krankheitsübertragung, weil hier eine höhere Völkerdichte zu verzeichnen ist." (APA, red, 2.1.2017)

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