Regulator Gungl: Fehlende Roamingtarife könnten Handy teurer machen

2. Jänner 2017, 10:58
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RTR-Chef: Gefahr teurer Inlandstarife besteht

Der Chef der Regulierungsbehörde RTR, Johannes Gungl, warnt vor einem teuren Nebeneffekt des Wegfalls der Handy-Roaminggebühren mit 15. Juni. Er beobachte schon jetzt, dass die Mobilfunkbetreiber Tarife anbieten, die gar kein Roaming enthalten. Will dann der Nutzer im Ausland telefonieren, braucht er ein teures Roamingpaket.

RTR fordert geringe Verrechnungskosten für Leitungsbenutzung

"Das ist de facto eine Preissteigerung", sagte er am Montag im Interview mit der "Kleinen Zeitung". Grundsätzlich bestehe die Gefahr, dass das Ende der Roaminggebühren die Inlandspreise verteure, daher setze sich die RTR auf europäischer Ebene für geringe Verrechnungskosten für die Leitungsbenutzung innerhalb der Telekomanbieter ein – die sogenannten Vorleistungspreise.

"Betreiber in den südlichen Ländern mit vielen Touristen verdienen gut am Roaming und wollen hohe Vorleistungspreise. Die Anbieter in nördlichen Staaten müssen viel zahlen und wollen ihre Kosten senken. Da wird man sich jetzt auf einen Kompromiss einigen müssen", so Gungl. (APA, 2.1.2017)

  • RTR-Chef Johannes Gungl
    foto: reuters/heinz-peter bader

    RTR-Chef Johannes Gungl

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