Trump-Sprecher: Obamas Russland-Sanktionen womöglich übertrieben

2. Jänner 2017, 05:51
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Künftiger US-Präsident will Sachlage mit Geheimdienstvertretern besprechen

Washington – Der künftige US-Präsident Donald Trump stellt die kürzlich von seinem Vorgänger Barack Obama verhängten Sanktionen gegen Russland offenbar auf den Prüfstand. "Die Frage ist, ob diese Reaktion im Verhältnis steht zu den unternommenen Handlungen? Vielleicht schon, vielleicht auch nicht", sagte der designierte Sprecher im Weißen Haus, Sean Spicer, in einem Sonntag gesendeten Interview des Senders ABC.

Trump werde das Thema deshalb bei anstehenden Treffen mit amerikanischen Geheimdienstvertretern ansprechen. Obama hatte wegen mutmaßlicher russischer Hackerangriffe während des US-Präsidentschaftswahlkampfs unter anderem die Ausweisung von 35 Einzelpersonen angeordnet. Russischen Nachrichtenagenturen zufolge verließen diese am Sonntag Washington.

Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Trump hat sich skeptisch geäußert, ob wirklich Russland hinter den angeblichen Cyberattacken stecke. Er kündigte an, Dienstag oder Mittwoch zu der Angelegenheit einige Informationen zu enthüllen. Trump wird am 20. Jänner vereidigt. (APA, 2.1.2017)

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