US-Stromversorger entdeckt mutmaßlich russischen Computervirus

31. Dezember 2016, 08:54
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Schadsoftware in Burlington steht in Zusammenhang mit Hackertool "Grizzly Steppe"

Im US-Bundesstaat Vermont hat ein Energieversorger einen mutmaßlich russischen Computervirus entdeckt. Die Elektrizitätswerke der Stadt Burlington teilten am Freitag mit, infiziert sei ein Laptop, der allerdings nicht mit dem Stromnetz verbunden sei. Es handele es sich um eine Schadsoftware, die im Zusammenhang mit einem Hackerprogramm namens "Grizzly Steppe" stehe.

Nach Darstellung der US-Regierung stammt das Programm vom russischen Auslandsgeheimdienst. Präsident Barack Obama macht Russland für Hackerangriffe im US-Wahlkampf verantwortlich und hat deshalb Strafmaßnahmen angeordnet.

Heimatschutzministerium warnte

Über den Fund in Burlington hatte als erstes die Zeitung "Washington Post" berichtet. Ihm ging nach Angaben der örtlichen Elektrizitätswerke eine Warnung des US-Heimatschutzministeriums an Energieversorger voraus. Vom Ministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person deutete an, dass das Unternehmen womöglich nicht direkt von russischen Hackern angegriffen worden sei. Die Schadsoftware könne auch durch den Besuch einer suspekten Internetseite auf den Laptop gelangt sein, sagte der Insider. In US-Geheimdienstkreisen war von einem eher unbedeutenden Vorfall die Rede. Dieser werde aber ernst genommen, weil Stromnetze ein ganz wichtiger Bestandteil der landesweiten Infrastruktur seien. (Reuters, 31.12.2016)

Update 3.1. 2017: Die Meldung wurde mittlerweile dementiert. Siehe: Doch keine Spur nach Russland nach Angriff auf US-Stromversorger

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