Schulz soll Gabriel bei Kanzlerkandidatur den Vortritt lassen

30. Dezember 2016, 16:50
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"Spiegel": EU-Parlamentspräsident tritt nicht gegen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel an

Berlin – EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) tritt im Bundestagswahlkampf 2017 nicht gegen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel an, sondern überlässt seinem Freund und Parteikollegen, SPD-Chef Sigmar Gabriel, den Vortritt. Das berichtete der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe und beruft sich dabei auf Aussagen, die Schulz vor Weihnachten gegenüber Sozialdemokraten gemacht haben soll.

Schulz' Amtszeit als EU-Parlamentspräsident endet im Jänner. Dass er nach Berlin wechseln wird, hat er bereits angekündigt. Er kandidiert auf Platz Eins der Landesliste Nordrhein-Westfalen für den Bundestag. Seit Monaten wird spekuliert, dass Schulz SPD-Kanzlerkandidat werden könnte.

Er hat einen erfolgreichen EU-Wahlkampf geführt, viele Genossen wünschen sich, dass er Merkel herausfordert. Doch laut Spiegel will Schulz keine Urabstimmung. Eine solche wäre aber nötig, wenn er und Gabriel die Kandidatur für sich reklamieren.

Sollte Schulz von sich aus verzichten, dann wäre der Weg für Gabriel frei. Er hat als Parteichef ohnehin das erste Zugriffsrecht. Die SPD will bei ihrem Zeitplan bleiben und ihre Personalentscheidung Ende Jänner bekanntgeben. Doch am 10. Jänner gibt es eine Führungsklausur, auch da könnte der Name dann feststehen. Für Schulz bliebe auch noch das Außenamt, da Frank-Walter Steinmeier im Februar Bundespräsident werden will. (bau, 30.12.2016)

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