Laufen, feiern oder die Silvesterparty einfach schwänzen

30. Dezember 2016, 17:33
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Zum Jahreswechsel wird nicht nur gefeiert. 5000 Sportler nehmen am Wiener Silvesterlauf teil. Fast zehn Prozent aller Österreicher lassen die Party ausfallen

Wien – Klar, kalt und trocken – diese Silvester-Wetterprogose gilt für fast ganz Österreich. Vor allem die Trockenheit macht Feuerwehren große Sorgen, in Innsbruck und in Klagenfurt wurden deswegen Feuerwerke gänzlich verboten. Genauer gesagt wurde die Ausnahme vom generellen Raketen-Verbot in Ortsgebieten wieder aufgehoben. In vielen Gemeinden gibt es zwischen 23.30 und 00.30 Uhr ein von Bürgermeistern geöffnetes Zeitfenster, in dem Knallerfrauen- und männer feuerwerken dürfen. Allerdings nur in unverbauten Gebieten, nicht in Wäldern und auf eigenes Risiko.

In allen Landeshauptstädten wurden für öffentliche Jahreswechselpartys erhöhte Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Polizeipräsenz wurde überall erhöht, kostenlose Taschenalarme für Frauen werden weiter verteilt. Der Silvesterpfad in der Wiener Innenstadt, zu dem 600.000 Besucher erwartet werden, wird mit Kameras überwacht. Rund 400 teilweise schwer bewaffnete Polizisten werden im Einsatz sein.

Verkehrsbehinderungen

Die Wiener Ringstraße gehört am 31.12. ab Vormittag den Läufern. Rund 5.000 Frauen und Männer haben sich für den diesjährigen Silvesterlauf angemeldet. Start ist um 11 Uhr auf Höhe der Ringstraßengalerien, das Ziel des Rundlaufes befindet sich vor der Oper. Ring und Franz-Josefs-Kai werden laut Polizei für den Straßenverkehr abschnittsweise gesperrt. Die Autofahrerklubs empfehlen großräumig über den Gürtel auszuweichen. Auch Öffifahrer müssen Einschränkungen in Kauf nehmen. Betroffen sind die Linien D, 1, 2, 31, 71 und 74A. Die Ring Tram für Touristen ist erst ab circa 13 Uhr in Betrieb.

Ein Jahreswechsel ohne Sekt ist für drei Viertel der Österreicher kein Jahreswechsel. Aber nur mehr vier von zehn starten das neue Jahr mit einem Tänzchen zum Donauwalzer, wie eine Umfrage von Akonsult (600 Befragungen) ergeben hat. Neun Prozent der Bevölkerung lassen die Silvesterfeier überhaupt ausfallen.

Die häufigsten Vorsätze für 2017 sind laut einer Makam-Research-Umfrage (500 Befragungen) "gesünder leben", "abnehmen" und "mehr Sport betreiben". Auch bei einer Imas-Befragung (1000 Interviews) sind das die Top-Wünsche fürs neue Jahr. Erotische Vorsätze hat laut seriösen Umfragen niemand auf der Wunschliste – vielleicht auch deshalb, weil mehr als die Hälfte der Befragten weiß, dass Vorsätze nicht eingehalten werden.

Silvester, Kitti und Maria

Wer am 31. Dezember Namenstag hat, weiß jeder. Am letzten Tag des Jahres dürfen neben Silvester aber unter anderem auch Kitti, Karin und Luka feiern. Am 1. Jänner ist auf heimischen Kalendern üblicherweise nur "Neujahr" vermerkt, obwohl dieses Datum dank der vielen Formen von Maria einer der stärksten Namenstagtage überhaupt ist. Auch Manuela, Gregor und Joschua gehören zu den ersten Namenstagskindern des Jahres. Alles Gute! (simo, 30.12.2016)

  • Das Glück ist ein Vogerl, heißt es in einem Wienerlied. Demzufolge sind Glücksbringer eigentlich Vogelfutter.
    foto: apa / barbara gindl

    Das Glück ist ein Vogerl, heißt es in einem Wienerlied. Demzufolge sind Glücksbringer eigentlich Vogelfutter.

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