Vermisster griechischer Botschafter in Rio: Mordgeständnis

30. Dezember 2016, 17:40
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Witwe unter Verdacht der Mitwisserschaft festgenommen

Rio de Janeiro – Der griechische Botschafter in Brasilien soll ermordet worden sein. Der Diplomat wurde tot in einem ausgebrannten Wagen in Nova Iguacu im Norden von Rio de Janeiro entdeckt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Ein Polizist habe den Mord gestanden, berichtete das Nachrichtenportal G1.

Die Ermittler beantragten die Festnahme der brasilianischen Witwe des Botschafters Kyriakos Amiridis (59) unter dem Verdacht der Mittäterschaft. Die Frau hatte vor vier Tagen ihren Ehemann als vermisst gemeldet. Der Botschafter hatte das Amt in Brasilia Anfang des Jahres übernommen.

Aus Ermittlerkreisen hieß es, als wahrscheinlichste Spur gelte ein "Verbrechen aus Leidenschaft". Der 59-Jährige war nach Polizeiangaben zuletzt am Abend des 26. Dezember bei Rio de Janeiro gesehen worden.

Der Botschaft zufolge hatte Amiridis gemeinsam mit seiner Familie in Nova Iguacu Urlaub gemacht und wollte Anfang Jänner in die Hauptstadt Brasilia zurückfliegen. Seine Frau Francoise meldete ihn am Mittwoch als vermisst. Aus Ermittlerkreisen hieß es, die Identifizierung erwies sich als äußerst schwierig, weil die Leiche "vollkommen verkohlt" ist.

Amiridis ist erst seit diesem Jahr griechischer Botschafter in Brasilien. Zuvor arbeitete er von 2012 bis 2016 als Diplomat in Libyen. Von 2001 bis 2004 war er Generalkonsul in Rio de Janeiro. Nach Auskunft der Botschaft in Brasilia hat er mit seiner Frau eine zehnjährige Tochter. (APA, 30.12.2016)

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