Renault Mégane Grandtour: Auch feiertags gern mit Kombi

1. Jänner 2017, 10:15
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Der neue Mégane Grandtour kam gerade recht zum Christkind, sein Kofferraum hat
sich als überraschend Noël-tauglich erwiesen. Im frankophilen Umfeld wird der Kombi weiterhin viele Freunde finden

Wien – Am Kombisektor in der Golf-Klasse waren für 2016 zwei Top-Neuerscheinungen zu vermerken: Opel Astra Caravan (falsch; heißt jetzt Sports Tourer) und Renault Mégane Grandtour.

foto: andreas stockinger
Chefdesigner Laurens van den Acker hat inzwischen die gesamte Palette umgemodelt und den aktuellen Renaults seinen ästhetischen Stempel aufgedrückt.

In Letzterem sitzen wir gerade, und zwar in der Dieselversion mit 130 PS. Anders als der schwächere Bruder mit 110 und der stärkere mit 165 PS steht da kein EDC-Doppelkupplungsgetriebe zur Auswahl, schade. Andererseits, wer gern von Hand schaltet, wird am 6-Gang-Getriebe nichts auszusetzen finden. Es ist gut abgestimmt, die Gänge flutschen rein ohne Widerspruch. Und der Motor, der ist kräftig und sparsam.

foto: andreas stockinger
Die neue Formensprache kommt bei der Kundschaft gut an.

Was uns bei der ersten Runde gleich einmal auffiel, war die miserable Heizleistung. Dummheit gehört bestraft, mit klammen Fingern zum Beispiel (wogegen die an Bord befindliche Lenkradheizung vorzüglich hülfe): Es war nämlich der Eco-Modus drin, und da sind dem Mégane Warmduscherbefindlichkeiten wurscht, was zählt, ist der Verbrauch. Um diesen Zustand zu ändern, drücke man die Eco-Taste, dann kriegt man zur Auswahl im Touchscreen eben Eco, aber auch Neutral (quasi die immerwährende Österreich-Einstellung) und Perso. Außerdem kann man sich da gleich was von der Display- und Kennlinienkonfiguration wünschen, nämlich Sport oder Comfort. An der Neutral-Heizleistung gab es dann übrigens nichts auszusetzen.

Geschmacksache

Als Kombi ist der Mégane so praktisch, wie man sich das von einem solchen erwartet. Zwar könnten die Fächer in den Türen und jenes unter der Mittelarmauflage üppiger bemessen sein, doch das ist Geschmacksache.

foto: andreas stockinger

Der Kofferraum jedenfalls spielt alle Stückerln, er schluckt 521 bis 1695 Liter. Die Ladekante ist benutzerfreundlich niedrig, nur leider verschmutzt die breite Heckstoßfängerfläche vor dem eigentlichen Kofferraumboden schnell und stark. Man kann einen Raumteiler hochklappen und damit das Gepäck am Rumkugeln hindern, und mit einem Zug seitlich links und rechts klappt man vom Kofferraum aus die Rückbank ganz oder teilweise um.

Im Fahrbetrieb zeigt sich der Grandtour als komfortabler Typ, der familienfreundliche, transportfreudige Kombi steht so schlüssig in einer langen Renault-Tradition. (Andreas Stockinger, 1.1.2017)

foto: andreas stockinger

Nachlese:

Opel Astra Sports Tourer: Die Caravane zieht weiter

Skoda Octavia Combi RS: Für die eilige Familie

Ford Focus ST TDCi: Der gute Ton

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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