"Die kleine Hexe": Wie man eine "gute" Hexe wird

29. Dezember 2016, 17:24
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Theater-Rakete bringt in Klagenfurt Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker auf die Bühne

Erwachsenwerden ist nicht leicht. Auch nicht für eine kleine Hexe wie jene in Otfried Preußlers gleichnamigem Kinderbuchklassiker. Zum einen ist man immer für alles zu jung. Das muss die kleine Hexe – 127 Jahre frisch auf der Welt – erfahren, als sie mit den anderen Hexen zur Walpurgisnacht auf den Blocksberg fliegen will.

Zum anderen birgt die Welt der Erwachsenen Missverständnisse und Tücken: Sie dürfe nächstes Jahr mitkommen, wenn sie bis dahin eine "gute" Hexe geworden sei, versprechen ihr die alten Hexen. Aber wie wird man eine solche? Die kleine Hexe bemüht sich redlich, hext dem Maronimann den Schnupfen weg, hilft dem alten Holzweiblein, um schließlich herauszufinden, dass eine "gute" Hexe eine böse Hexe zu sein hat.

Harte Lektion

Der Klagenfurter Verein Theater-Rakete zeigt Die kleine Hexe 60 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung. In der Titelrolle Daniela Graf, ihr zur Seite in ihrem windschiefen Häuschen im Wald der sprechende Rabe Abraxas (Manuel Dragan). Simone Leski und Michael Kuglitsch schlüpfen unter der Regie von Marcus Thill in gleich mehrere Rollen.

Am Ende erteilt die kleine Hexe den Altvorderen eine harte Lektion. Und ist fortan die einzige Hexe auf der Welt. Für Publikum ab fünf Jahren. (wurm, 29.12.2016)

Klagenfurt, Theater in den Kammerlichtspielen, Premiere am 30. 12. um 16.00. Weitere Termine am 4., 5., 6., 7., 14., 15., 21. und 22. 1. 2017, jeweils 16.00

www.theater-rakete.at

  • Die kleine Hexe (Daniela Graf) und ihr sprechender Rabe Abraxas (Manuel Dragan).
    foto: theater-rakete

    Die kleine Hexe (Daniela Graf) und ihr sprechender Rabe Abraxas (Manuel Dragan).

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