Graz-Wahl: Fristende für Einbringung der Wahlvorschläge

29. Dezember 2016, 13:28
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ÖVP, KPÖ, FPÖ und Grüne haben Listen bereits eingereicht – SPÖ reicht am Freitag ein – Fertige Listen mit allen zugelassenen Kandidaten am 5. Jänner

Graz – Die Frist für die Einbringung der Wahlvorschläge für die Grazer Gemeinderats- und Bezirksratwahl am 5. Februar 2017 endet morgen, Freitag. Einige der Parteien haben ihre Listen bereits eingebracht: Die ÖVP stellt 350 Kandidaten auf, die KPÖ mehr als 120, die Grünen haben mehr als 200 Kandidaten auf der Liste, und die FPÖ schickt 162 ins Mandatsrennen. Die SPÖ reicht ihre Liste am Freitag ein.

Nagl hat die Liste mit 84 Kandidaten der ÖVP für die Wahl auf Gemeinderatsebene nach seinen eigenen Vorstellungen zusammengestellt. Auf Platz zwei ist Stadtrat Kurt Hohensinner zu finden, Klubobfrau Daniela Gmeinbauer folgt auf Platz drei. Das Stadtoberhaupt habe die Liste "bewusst erneuert und verjüngt": So sind etwa Ex-Profi-Snowboarderin Marion Kreiner auf Platz vier und Gastronom Michael Schunko auf Platz 13 zu finden. Auf dem 84. und damit letzten Listenplatz ist Landesparteigeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg.

Auch KPÖ und Grüne in allen 17 Bezirken

Neben der ÖVP tritt auch die KPÖ in allen 17 Bezirken an und hat ihre Listen bereits am Dienstag bei der Wahlbehörde eingereicht. Für die Kommunisten – angeführt von Spitzenkandidatin Elke Kahr – sei es wichtig, dass die Kandidaten die Grazer Bevölkerung in ihrer Zusammensetzung so gut wie möglich repräsentieren: "Dazu gehört ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Dazu gehört aber auch, dass die unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen wie Arbeiter, Angestellte, Pensionisten, Studierende, Lehrerinnen, Justizwachebedienstete, Selbstständige, Kulturschaffende und soziale Berufe so gut wie möglich vertreten sind", meinte Gemeinderat und Bezirkssekretär Manfred Eber.

Die Grazer Grünen treten ebenfalls in allen Grazer Bezirken an – auch in jenen fünf Bezirken, in denen die Grünen bisher nicht im Bezirksrat vertreten waren. Tina Wirnsberger als Listenerste hat mehr als 200 weitere Kandidaten auf Gemeinderats- und Bezirksebene hinter sich. Die Listen wurden bereits vor Weihnachten eingereicht. Ebenso bei der FPÖ, die mit 96 Kandidaten auf der Gemeinderatswahlliste alle möglichen Plätze (doppelt so viele wie Gemeinderatssitze, Anm.) ausschöpfte.

Endgültige Listen im Februar

Auch die FPÖ wird in allen Bezirken antreten und will auch in jenen drei Bezirksräten, in denen sie zuletzt nicht vertreten waren, ein Mandat erringen. Die SPÖ mit Spitzenmann Michael Ehmann wird ihre Gemeinderatsliste mit ebenfalls 96 Kandidaten für die Gemeinderatswahl am letztmöglichen Tag einreichen. Hinzu kommen noch 173 Kandidaten auf Bezirksebene.

Bis Freitag, 30. Dezember, um 17.00 Uhr können die Parteien noch ihre Listen einbringen. Danach werden die Vorschläge von der Stadtwahlbehörde geprüft. Bis Montag können noch Ergänzungen oder Zurücknahmen bei den Wahlvorschlägen eingereicht werden. Die endgültig zugelassenen Listen sollen spätestens in einer Woche, am Donnerstag, 5. Jänner, feststehen. (APA, 29.12.2016)

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