Klimaforscher Latif befürchtet US-Kehrtwende beim Klimaschutz

29. Dezember 2016, 12:37
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Deutscher Wissenschafter warnt vor umweltpolitischen Rückschlägen und fatalen Signalen

Kiel – Wenige Wochen vor Donald Trumps Antritt als US-Präsident hat der Forscher Mojib Latif vor Rückschlägen beim Klimaschutz gewarnt. Trumps geplantes Kabinett sei "durchsetzt von Klimaleugnern und Leuten, die nichts von der Energiewende wissen wollen", sagte der Leiter des Forschungsbereiches Ozeanzirkulation und Klimadynamik am Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung.

Er fürchte, dass Trump seinen Ankündigungen Taten folgen lassen werde. Trump tritt das Amt als US-Präsident am 20. Jänner an. Den Klimawandel hat er in der Vergangenheit als eine Erfindung der Chinesen bezeichnet.

"Jetzt kommt es darauf an, ob man das zarte Pflänzchen, das (US-Präsident Barack)Obama gepflanzt hat, weiter pflegen kann oder nicht", so Latif. Und nach allem was er bisher gehört habe und auch was die Besetzung der wichtigen Posten angehe, gebe es keine Signale, dass die USA den umweltpolitischen Weg der Obama-Administration unter Trump fortführen werden.

Für Latif wäre es ein "fatales politisches Signal, wenn die USA beim Klimaschutz aussteigen und sich wieder den fossilen Energien, insbesondere der Kohle zuwenden". Auch weil unklar sei, wie sich China – mit rund 29 Prozent der größte Verursacher von CO2 – dann verhalte. Die USA und China gemeinsam sind für 44 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. (APA, 29. 12. 2016)

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