Mehrere Waffen bei "Reichsbürger" in Deutschland gefunden

29. Dezember 2016, 11:22
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51-Jähriger mit Waffe auf Straße gesichtet, Spezialkommando der Polizei rückte an

Mönchengladbach – Bei einem Spezialkommandoeinsatz gegen sogenannte Reichsbürger hat die Polizei im deutschen Mönchengladbach mehrere Waffen entdeckt. Wie die Beamten am Donnerstag mitteilten, meldeten Zeugen am Vorabend, dass ein 51-Jähriger mit einer langen Waffe auf der Straße gesichtet worden sei. "Aufgrund der Gefahrenlage" wurde demnach ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hinzugezogen.

Der Mann sei dem Spektrum der sogenannten "Reichsbürger" zuzuordnen gewesen, hieß es weiter. Er und eine 53-jährige Frau seien kurzzeitig festgenommen worden.

Kurz- und Langwaffen sichergestellt

Bei einer Wohnungsdurchsuchung seien Kurz- und Langwaffen gefunden worden, die aber "nicht erlaubnispflichtig" gewesen seien. Weiterhin sei ein verbotener Wurfstern entdeckt worden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide wieder entlassen.

Die in etliche Kleinstgruppen zersplitterte "Reichsbürger"-Bewegung erkennt die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Sie geht davon aus, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert. Einige vertreten rechtsextremistische Positionen. Im Oktober erschoss ein Anhänger in Bayern einen Polizisten, seitdem rückt die Gruppierung verstärkt ins Visier der Sicherheitsbehörden. (APA, 29.12.2016)

  • Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Stattdessen weisen sie sich etwa mit selbstgebastelten Reisepässen des "Deutschen Reiches" aus.
    foto: apa / dpa / patrick seeger

    Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Stattdessen weisen sie sich etwa mit selbstgebastelten Reisepässen des "Deutschen Reiches" aus.

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