USA weisen Erdogans Vorwurf der IS-Unterstützung zurück

28. Dezember 2016, 17:07
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US-Botschaft in Ankara: Auch keine Waffen für kurdische Kämpfer

Ankara/Washington – Die US-Botschaft in Ankara hat Vorwürfe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurückgewiesen, Washington habe die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt. In einer am Mittwoch verbreiteten knappen Erklärung hieß es, die US-Regierung unterstütze den IS nicht und habe ihn auch in der Vergangenheit weder gegründet noch unterstützt.

In der Erklärung wird Erdogan nicht namentlich erwähnt. Allerdings heißt es darin, in türkischen Medien gebe es "beträchtliche Fehlinformationen".

Erdogan hatte am Dienstag der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition in Syrien vorgeworfen, nicht nur die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), sondern auch die IS-Kämpfer zu unterstützen. Die YPG arbeiten mit den USA im Kampf gegen die Jihadistenmiliz IS zusammen.

"Punkt"

Die türkische Regierung betrachtet die syrische Kurdenpartei Demokratische Union (PYD) und deren bewaffneten Arm, die YPG, ebenso wie die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als "Terrororganisationen". In der Erklärung der US-Botschaft hieß es nun: "Die USA haben der YPG oder der PKK keine Waffen oder Sprengstoff zukommen lassen – Punkt."

Ein weiterer Vorwurf Erdogans lautete, die Anti-IS-Koalition habe dem türkischen Militäreinsatz zur Rückeroberung der von Jihadisten gehaltenen Stadt Al-Bab keine Unterstützung geleistet. Dazu erklärte die US-Botschaft, die USA arbeiteten weiter eng mit der Türkei zusammen, um herauszufinden, wie die "Anstrengungen zur Zerschlagung" des IS verstärkt werden könnten. Dazu gehöre auch eine Diskussion darüber, wie den türkischen Einheiten und ihren syrischen Verbündeten beim Kampf um Al-Bab am besten geholfen werden könne. (APA, 28.12.2016)

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