Tischgespräche von Griss

Einserkastl28. Dezember 2016, 16:27
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Irmgard Griss will die Zivilgesellschaft mobilisieren

Also gut, liebe politisch interessierte Mitbürger: Gehen Sie auf die Website von Frau Dr. Irmgard Griss und melden Sie sich an. Ein Foto von Ihnen und Ihrem Esstisch nicht vergessen. Dann kommt Frau Griss zu Ihnen zum Essen und diskutiert. Es muss kein fünfgängiges Menü geben. Laden Sie bitte auch ein paar Freunde ein, möglichst solche mit akzeptablen Manieren, politischen und auch sonst.

So. Das war jetzt die Ironie-Abteilung. Man könnte das noch weitertreiben und etwa fragen, warum die Bundespräsidentschaftskandidatin, die mit 810.000 Stimmen nur knapp die Stichwahl verfehlt hat, so relativ lange gebraucht hat, um eine relativ unspektakuläre politische Aktion zu starten.

Man kann aber auch sagen: Das ist einmal eine neue Idee.

Irmgard Griss ist in die Politik gegangen, weil sie eine Alternative zu den immer selben alten Gesichtern und der "Darüber-werden-die-Gremien-befinden"-Politik bieten wollte. Die Tischgespräche, die sie starten will, gehören zu der neuartigen politischen Mobilisierung, die wir im Wahlkampf für Van der Bellen gesehen haben: informelle Kontakte, meist übers Netz, Informationsaustausch jenseits der Parteiapparate. Kurzum, Mobilisierung der Zivilgesellschaft angesichts der Öde der traditionellen Parteien.

Irmgard Griss ist Solotänzerin, es wird wohl nur eine lose Anbindung an eine Partei (Neos?) geben. Aber das ist möglicherweise die Politik der Zukunft. (Hans Rauscher, 28.12.2016)

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