Rassistische Beleidigungen: Theaterleute verlassen Gera und Altenburg

28. Dezember 2016, 14:56
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Wurden in der Öffentlichkeit aufgrund ihrer Hautfarbe oder Sprache angefeindet

Gera – Nach rassistischen Beleidigungen im Alltag haben vier Schauspieler und Sänger ihre Verträge am Theater Altenburg-Gera in Thüringen nicht mehr verlängert. Die Künstler hätten neben anderen Gründen die veränderte Stimmungslage für ihren Entschluss angegeben, sagte Generalintendant Kay Kuntze am Mittwoch. Sie seien auf der Straße oder im Zug aufgrund ihrer Hautfarbe oder Sprache angefeindet worden.

Kuntze zeigte sich bestürzt und besorgt. Es sei das erste Mal, dass Künstler wegen rassistischer Ressentiments weg wollten. "Unser Haus ist ein Beispiel von gelebter Integration", betonte Kuntze. Von den 300 Künstlern und Mitarbeitern des Theater hätten 60 ausländische Wurzeln.

Notwendig sei jetzt eine parteiübergreifende Reaktion, um das multikulturelle Miteinander zu schützen. Die Mitte müsse endlich ihr Schweigen brechen. "Es darf nicht immer nur etwas an den Rändern passieren", mahnte der Generalintendant. Über die Vorfälle hatte zuerst MDR Thüringen berichtet. (APA/dpa, 28.12.2016)

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