Stammesfehden befürchtet: Iran verbietet Free2Play-Hit "Clash of Clans"

28. Dezember 2016, 13:32
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Mobile Game laut Gutachten auch suchtgefährdend und gewaltfördernd

Der Iran verschärft seine Zensur in Sachen Videospiele. Laut nationalen Medien hat das Justizministerium nun die Provider des Landes angewiesen, den Zugriff auf das extrem populäre Mobile Game "Clash of Clans" zu sperren.

Grundlage für diese Entscheidung soll ein Bericht von Psychologen sein, laut dem das Spiel Gewalt und Stammesfehden verherrliche und außerdem eine hohe Suchtgefahr aufweise. Insbesondere Jugendliche sollen hiervon besonders geschädigt werden, fasst Vocativ zusammen.

Hohe Verbreitung

Laut einem Report von Venturebeat genießt "Clash of Clans" im Iran eine sehr hohe Popularität. 64 Prozent aller Umfrageteilnehmer, die Spiele auf ihrem Smartphone spielen, partizipieren demnach in dem Multiplayer-Strategiespiel. Eine offizielle Angabe für die Größe der weltweiten Spielergemeinde gibt es nicht, alleine die Android-Version im Google Play-Store wurde aber bislang schon zwischen 100 und 500 Millionen Mal herunter geladen.

"Clash of Clans" kann unter Android und iOS kostenlos heruntergeladen und gespielt werden. Gegen Echtgeld lässt sich jedoch Ingame-Währung (Juwelen) erwerben, mit denen sich verschiedene Vorgänge im Spiel beschleunigen und zusätzliche Gegenstände kaufen lassen. Hersteller ist das Studio Supercell, das mit "Hay Day" und "Clash Royale" auch andere populäre Free2Play-Games im Sortiment hat.

Der Iran hat in der Vergangenheit auch schon gegen andere Mobile Games Maßnahmen ergriffen. Schon im August wurde etwa das Augmented-Reality-Game "Pokémon Go" verboten. (gpi, 28.12.2016)

  • Wegen vermuteter hoher Jugendgefährdung geht der Iran gegen "Clash of Clans" vor.
    foto: clash of clans

    Wegen vermuteter hoher Jugendgefährdung geht der Iran gegen "Clash of Clans" vor.

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