"Washington Post" engagiert Dutzende zusätzliche Journalisten

    28. Dezember 2016, 09:46
    1 Posting

    Für Mobile Video, schnelle Hintergrund-Recherchen und Daten sowie für Breaking News

    Washington – Es sind heute eher seltene Nachrichten für überregionale Qualitätszeitungen, von denen US-Medienberater Ken Doctor da auf "Politico" kündet: Die – 2013 von Amazon-Boss Jeff Bezos übernommene – "Washington Post" war 2016 profitabel, ihr Publikum wachse, und vor allem: Sie engagiert gerade Dutzende zusätzliche Journalisten. Doctor hat gar den Eindruck der Einzigartigkeit.

    750 Journalisten

    "Dutzende Journalisten" kämen zusätzlich an Bord, zitiert Doctor Fred Ryan, den Herausgeber und CEO der "Washington Post". Ryan lege sich auf keine Zahlen fest; Doctor rechnet mit mehr als 60 zusätzlichen Jobs, das wären immerhin acht Prozent mehr.

    Die "Post"-Redaktion hätte dann nach seinen Berechnungen rund 750 Mitarbeiter. Das "Wall Street Journal" kommt nach Kürzungen auf rund 1500, die "New York Times" auf rund 1300. "USA Today" habe rund 450 Mitarbeiter im Newsroom.

    Video, Hintergrund, Breaking

    Laut Ryan stockt die "Post" in drei Bereichen auf:

    • Mobile Video: Hier meldet man einigen Erfolg mit Werbung auf dem Smartphone; Preroll-Werbespots von weniger als 15 Sekunden Dauer könnten "sehr effektiv sein", sagt Ryan.
    • Schnelle Investigation: rund sechs Mitarbeiter sollen eine schnelle Eingreiftruppe für Hintergrund und Daten zu aktuellen Ereignissen liefern; unabhängig vom längerfristig arbeitenden Recherche- und Aufdeckressort mit mehr als zwölf Journalisten.
    • Breaking News: Das Team für schnelle Nachrichten wird ebenfalls aufgestockt – es habe der washingtonpost.com und anderen Plattformen des Medienhauses in den vergangenen Monaten ungemein viel Traffic gebracht. Auch die Newsletter-Info soll verstärkt werden.

    (red, 28.12.2016)

    • Artikelbild
      foto: apa/afp/paul j. richards
    Share if you care.