WKÖ geht bei 1.700 Euro Mindestlohn auf Distanz

27. Dezember 2016, 14:05
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Wirtschaftskammer: Senkung der Lohnnebenkosten wichtiger

Wien – Die Wirtschaft sieht derzeit wenig Bedarf nach einer Generalvereinbarung der Sozialpartner zu einer allgemeinen Anhebung des Mindestlohnes auf 1.700 Euro brutto pro Monat. "Reden kann man über alles", so Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Aber gleichzeitig verwies er auf die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik und die Gefahr, dass insbesondere schlecht qualifizierte Arbeitnehmer ihren Job verlieren könnten. Viel wichtiger sei es bei den Lohnnebenkosten anzusetzen, so Gleitsmann im Ö1-Mittagsjournal am Dienstag.

Laut Foglar verdienen 400.000 Beschäftigte weniger als 1.700 Euro brutto im Monat. So liegt der Mindestlohn für Handelsangestellte im kommenden Jahr bei 1.546 Euro brutto. Das ist im 22 Euro brutto mehr als noch vor einem Jahr, was einem Anstieg von 1,4 Prozent entspricht. Laut Wirtschaftsforschern wird die Teuerungsrate im kommenden Jahr um 1,7 Prozent zulegen. (APA, 27.12.2016)

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