Campari trennt sich von chilenischen Weinen

27. Dezember 2016, 11:40
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Spirituosenhersteller will aus Geschäft mit stillen Weinen aussteigen

Rom – Der italienische Spirituosenhersteller Campari, der im Juni den börsennotierten französische Konkurrenten Marnier Lapostolle geschluckt hat, hat ein Abkommen über den Verkauf des chilenischen Weinproduzenten Lapostolle abgeschlossen. Der Deal wird Campari 30 Mio. Euro einbringen.

Lapostolle generiert einen Umsatz von 13,6 Mio. Euro und soll der Unternehmerin Alexandra Marnier Lapostolle verkauft werden, hieß es in einer Presseaussendung. Lapostolle besitzt über 370 Hektar große Weinberge und verkauft seine Weine in 60 Ländern der Welt.

"Mir dieser Operation bestätigt Campari seine Strategie, sich komplett vom Geschäft mit stillen Weinen zurückzuziehen", hieß es in einer Presseaussendung. Campari werde weiterhin auf kohärente Weise seine Akquisitionsstrategie fortsetzen, sagte Camparis CEO, der Auslandsösterreicher Bob Kunze-Concewitz. Campari hatte das 1827 gegründete Traditionsunternehmen Marnier Lapostolle für 684 Mio. Euro erworben.

Zum Portfolio Camparis zählen Marken wie Aperol, Skyy und Wild Turkey. In den letzten 20 Jahren hat der Mailänder Konzern seinen Umsatz vervierfacht. Mit Akquisitionen und strategischem Wachstum ist das Unternehmen unter der Regie von Kunze-Concewitz, der den Konzern seit 2005 leitet, zu einem der größten Spirituosenhersteller der Welt aufgestiegen. (APA, 27.12.2016)

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