Winterwetter: Viel Schnee und Sturmböen mit bis zu 130 km/h

27. Dezember 2016, 09:35
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Die kommenden Tage bringen einen Meter Neuschnee im Bergland, stürmischen Nordwestwind, Schneeverwehungen und steigende Lawinengefahr

Wien – In den höheren Lagen Ostösterreichs, vom Wienerwald bis Rax/Schneeberg sowie zur Buckligen Welt und zum Leithagebirge, erwartet die ZAMG in den kommenden Tagen Böen bis zu 130 Kilometer pro Stunde. Im Wiener Becken werden es immerhin noch 70 bis 90 Kilometer pro Stunde.

Am Mittwoch schneit es speziell vom Salzkammergut bis zur Semmering-Wechsel-Region oft anhaltend und stark. Auf den Bergen kommen hier teilweise große Schneemengen von 30 bis 60 Zentimeter zusammen, vom Hochschwab bis zur Rax ist sogar bis zu einem Meter möglich. Der zum Teil stürmische Nordwestwind sorgt zudem für massive Schneeverwehungen, die Lawinengefahr steigt in den betroffenen Regionen somit markant an.

Selbst in vielen Tälern wird es winterlich. "Im Salzkammergut, im Ennstal, im Oberen Mürztal sowie in den Voralpentälern Ober- und Niederösterreichs muss man vielerorts mit 15 bis 30 Zentimetern Neuschnee rechnen. Ein paar Zentimeter Neuschnee kommen aber auch in höheren Lagen des Waldviertels sowie im Mittelburgenland und der Oststeiermark zusammen.

Luftmassengrenze bringt Schneemassen

Verantwortlich für die großen Schneemengen ist eine Luftmassengrenze zwischen dem Hoch "Yörn" mit dem Zentrum über Deutschland und dem Orkantief "Barbara" über Osteuropa. An diesem Übergang von milder Luft im Westen und kalter Luft im Osten kommt es zu anhaltenden, ergiebigen Niederschlägen, die bis zu 36 Stunden andauern können.

Schneemassen am Semmering

Viel Neuschnee gibt es auch beim Ski-Weltcup am Semmering. Im Zielgelände muss man von Dienstag- bis Mittwochabend mit 20 bis 40 Zentimetern rechnen, beim Start am Hirschenkogel sogar mit mehr als einem halben Meter. Die Temperaturen kommen nicht über minus zwei Grad hinaus. Trocken und zunehmend sonnig verläuft dann der Donnerstag, mit maximal minus zwei Grad bleibt es winterlich kalt. (red, 27.12.2016)

  • Flauschiges Katzenfell trotzt dem kalten Wind.
    foto: apa / georg hochmuth

    Flauschiges Katzenfell trotzt dem kalten Wind.

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