Damaskus seit drei Tagen ohne Wasser

25. Dezember 2016, 23:17
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Behörden: Rebellen haben Brunnen vergiftet

Damaskus – Die Menschen in der syrischen Hauptstadt Damaskus leiden seit drei Tagen unter extremer Wasserknappheit. Während in zwei Stadtvierteln am Samstag die Reserven aufgefüllt worden waren, waren die Tanks am Sonntag wieder leer, berichteten AFP-Korrespondenten.

"Das Wasser ist seit drei Tagen abgestellt", sagte die in der Altstadt lebende Hausfrau Rasha. "Wir können ohne Strom leben, aber nicht ohne Wasser", klagte die 51-Jährige.

Quellen mit Diesel vergiftet

Die Behörden hatten am Freitag das Wasser abgestellt. Zur Begründung gaben sie an, Aufständische hätten Quellen und Reservoirsin in Wadi Barada und Ain al-Fijeh bei Damaskus unter anderem mit Diesel vergiftet.

Laut Angaben einer regierungsnahen Quelle läuft seit Freitag eine Operation der syrischen Armee im Barada-Wadi, die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete am Freitag Luft- und Artillerieangriffe dort.

In der Hauptstadt leben schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen, weitere 3,5 Millionen in den Vororten. Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien vor fast sechs Jahren wurden mehr als 310.000 Menschen getötet. (red, APA, AFP, 25.12.2016)

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