General Motors in China muss Millionenstrafe zahlen

24. Dezember 2016, 13:20
4 Postings

Chinesische Niederlassung des US-Autokonzerns muss wegen Preisabsprachen rund 28 Millionen Euro zahlen

Detroit – Die chinesische Niederlassung des US-Autokonzerns General Motors (GM) ist wegen Preisabsprachen zur Zahlung von 201 Millionen Yuan (27,71 Mio. Euro) verdonnert worden.

Saic-GM, ein Jointventure aus GM und dem staatlichen chinesischen Autobauer Saic, sei mit der Strafe belegt worden, weil es "die Rechte der Verbraucher und seiner Wettbewerber verletzt" habe, teilte die Kommission für Entwicklung und Wirtschaft in Shanghai am Freitag auf ihrer Website mit.

Die Summe entspricht fast vier Prozent des Umsatzes von Saic-GM auf dem chinesischen Festland im vergangen Jahr. "Die Strafe ist gerecht", zitierte die staatliche Zeitung "China Daily" Xu Xinhu, der mit der Untersuchung gegen GM beauftragt war. Seiner Behörde gehe es nur darum, "die Marktordnung zu verbessern".

Saic-GM werde die Entscheidung akzeptieren, teilte das Unternehmen laut dem Internetportal "Today's Economic News" mit. Demnach war es das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass die chinesischen Behörden eine Millionenstrafe gegen ein US-Unternehmen wegen wettbewerbsverzerrenden Verhaltens verhängten. Medtronic, ein US-Zulieferer für medizinische Geräte, muss dem Bericht zufolge 119 Millionen Yuan Strafe zahlen.

Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China könnten sich nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump am 20. Jänner verschlechtern. Im Wahlkampf hatte der Rechtspopulist mehrfach angekündigt, Importe aus China mit einem Einfuhrzoll in Höhe von 45 Prozent zu belegen. (APA, 24.12.2016)

Share if you care.