Was den Champagner so speziell schmecken lässt

24. Dezember 2016, 12:00
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Die Jubiläumsnummer zum zehnjährigen Jubiläum des "European Physical Journal" widmet sich der Physik und der Chemie des französischen Schaumweins

Berlin – Das "European Physical Journal" feiert im Jänner sein zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Grund haben die Herausgeber beschlossen, eine Spezialnummer zum Jubiläum ganz dem Champagner und insbesondere den chemischen und physikalischen Besonderheiten seiner Bläschen zu widmen. Denn diese sind, wie etliche Studien bereits zeigten, für den speziellen Geschmack des edlen Getränks verantwortlich.

Im ersten Text dieser Spezialausgabe zeichnet Gérard Liger-Belair (CNRS in Reims) den komplexen Prozess nach, wie genau die Kohlendioxid-Bläschen in die Flasche kommen und wie sie aus dem Champagner-Glas wieder entweichen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei auch der explosiven Entfernung des Korkens

Entscheidend für den Geschmack ist dann aber, wie Physiker um Thomas Séon zeigen, dass die Bläschen, wenn sie an die Oberfläche stoßen, in winzige Tröpfchen zerstäuben. Diese volatilen Aerosole sind es nämlich, die das spezielle Champagner-Aroma freisetzen. Wir gratulieren zur originellen Schwerpunktausgabe und sagen: Prost! (red, 24.12.2016)

  • Die erstaunlich blütenähnliche Struktur von kollabierenden Champagner-Bläschen, festgehalten von einer Hochgeschwindigkeitskamera.
    gérard liger-belair

    Die erstaunlich blütenähnliche Struktur von kollabierenden Champagner-Bläschen, festgehalten von einer Hochgeschwindigkeitskamera.

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