Drastische Warnungen vor dem "Internet der Dildos"

    23. Dezember 2016, 13:36
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    Neue Gruppe will auf Gefahren durch smarte Sexspielzeuge aufmerksam machen

    2017 wird wohl das Jahr, in dem Datenschutz bei Sexspielzeugen ein großes Thema wird: Das sagt zumindest die Sexbloggerin Girl On The Net. Tatsächlich wenden sich immer mehr Sicherheitsforscher diesem Gebiet zu. Mit der "Internet of Dongs"-Gruppe gibt es nun eine Reihe an Experten, die Sexspielzeuge auf Datenschutz untersuchen. Die Befürchtungen sind groß, dass intime Nutzerdaten zu Erpressungen oder in Scheidungsverfahren benutzt werden könnten.

    Klage gegen Dildofabrikant

    Aufsehen erregte etwa der Fall einer US-Amerikanerin, die den Vibratorenhersteller We-Vibe wegen der Sammlung von Nutzerdaten ohne Einverständniserklärung verklagte. Ähnliche Fälle könnten folgen. Die großen Hersteller Lelo, OhmiBod und We-Vibe sollen seitdem aber ihre Nutzungsbedingungen aktualisiert und verbessert haben.

    Enttabuisierung

    Allerdings könnten Datensammlungen auch positive Effekte haben – nämlich dann, wenn sich durch die kollektive, für den Einzelfall anonymisierte Datenauswertung zeigt, dass tatsächlich viele Menschen Sexspielzeuge nutzen. Mit Blick auf die Daten könnte so eine Enttabuisierung der Sexualität weitergetrieben werden, argumentiert Wareable. (red, 23.12.2016)

    • Smarte Sexspielzeuge gewinnen immer mehr Nutzer
      foto: we-vibe

      Smarte Sexspielzeuge gewinnen immer mehr Nutzer

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