Flugzeugentführung in Malta beendet

23. Dezember 2016, 17:46
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Hijacker festgenommen, alle Geiseln in Sicherheit

Valletta/Tripolis – Nach der Entführung einer libyschen Passagiermaschine nach Malta sind alle festgehaltenen Passagiere frei, die Hijacker wurde festgenommen. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie ein Entführer in Handschellen abgeführt wurde.

Maltas Premierminister Joseph Muscat verkündete auf Twitter, dass sich die Entführer ergeben hätten. Am Nachmittag teilte Muscat mit, die Entführer seien im Besitz einer Handgranate und einer Handfeuerwaffe gewesen.

Zuvor war zu sehen, wie einer der Entführer an die Flugzeugtür trat und die alte libysche Flagge Muammar al-Gaddafis hochhielt. Identität und Forderungen der mutmaßlichen Entführer blieben zunächst unbekannt.

Pro-Gaddafi-Partei gefordert

Ein libyscher Parlamentarier habe mit den Entführern gesprochen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Diese hätten die Bildung einer Pro-Gaddafi-Partei verlangt, sagte der Abgeordnete.

Der Airbus der staatlichen libyschen Fluglinie Afriqiyah Airways war auf einem Inlandsflug von Sabha nach Tripolis vom Kurs abgewichen und in der maltesischen Hauptstadt Valletta gelandet. An Bord waren 111 Passagiere: 82 Männer, 28 Frauen und ein Kind.

Auch die international anerkannte libysche Regierung hatte bestätigt, dass es sich um eine Flugzeugentführung handle. Medienberichten zufolge drohten die Entführer mit der Sprengung der Maschine. Darüber habe der Kapitän des Flugzeugs den Tower auf Malta informiert, berichtete die libysche Nachrichtenseite "Alwasat", ohne eine Quelle zu nennen. Nach Informationen der "Times of Malta" behauptete der Entführer, eine Handgranate zu besitzen. (red, APA, 23.12.2016)

  • Die Afriqiyah-Maschine nach der Landung auf Malta.
    foto: reuters/zamit-lupi

    Die Afriqiyah-Maschine nach der Landung auf Malta.

  • Ein Mann schwenkt die alte Flagge Libyens
    foto: ap/tvm

    Ein Mann schwenkt die alte Flagge Libyens

  • Die Geiselnehmer ergeben sich
    foto: reuters/darrin zammit-lupi

    Die Geiselnehmer ergeben sich

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