Wiener Skiverband wünscht sich Sportpiste

22. Dezember 2016, 22:20
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Umstellung der Hohe-Wand-Wiese auf reduzierten Mattenbetrieb sei bedauerlich – Weltcup-Rennen in Hauptstadt derzeit kein Thema

Wien – Am Freitag startet die Hohe-Wand-Wiese in Wien-Penzing in den Winterbetrieb. Der neue Pächter bespielt allerdings nur einen Teil des Areals, verzichtet auf den Schlepplift und setzt auf Plastikmatten statt Schnee. Der Wiener Skiverband (WSV) findet das bedauerlich und wünscht sich von der Stadt wieder eine Sportpiste. Außerdem fordert man eine Schwerpunktschule für Wintersport.

"Es ist sehr schade, dass wir die Hohe-Wand-Wiese nicht mehr für sportliche Aktivitäten zur Verfügung haben", klagte SVW-Präsident Hermann Gruber am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Es stimme schon, dass es in den vergangenen zwei Wintern keine "schneemachfreundlichen" Temperaturen gegeben habe, "aber mit gutem Willen hätte man immer etwas zustandebringen können". Der frühere Pächter hatte den Lift am Hang wegen Schneemangels jahrelang still stehen lassen.

Gruber fordert von der rot-grünen Stadtregierung ein Bekenntnis, "dass wir in Wien eine Skiwiese mit Lift und Kanonen brauchen, die von der öffentlichen Hand unterstützt wird". Denn es sei durchaus verständlich, dass ein Privater, der Gewinn machen möchte, nicht auf seine Rechnung komme. Denkbar sei etwa die Hohe-Wand-Wiese selbst, die nun eigentlich als Mountainbike-Zentrum dient und im Winter auf einer kurzen Strecke Skikurse auf Kunststoffmatten anbietet, oder beispielsweise eine Fläche oberhalb des Krapfenwaldlbads in Döbling.

Langlaufloipen auf Plastikmatten

Zudem findet Gruber die Idee von Langlaufloipen auf Basis von beschneiten Plastikmatten innerhalb der Stadtgrenzen reizvoll. Entsprechende Vorstöße des Verbands, so etwas etwa in der Krieau im Prater oder auf der Marswiese im 17. Bezirk hochzuziehen, sei an den Eigentümerverhältnissen gescheitert. "Auch hier könnte sich die Stadt engagieren, der Aufwand ist vergleichsweise minimal", so der WSV-Chef.

Ebenfalls unglücklich ist Gruber über den Umstand, dass es keine Schwerpunktschule für Wintersport im Wiener Umland gibt – denn: "Viele, die in diesem Sport reüssieren, kommen aus solchen Einrichtungen." Diese seien wichtig, um jungen Leuten Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Und außerdem sei es schwer, an herkömmlichen Schulen für Trainings frei zu bekommen, meinte Gruber.

Überlegungen, den Ski-Weltcup nach Wien zu holen, sind laut dem Verbandspräsidenten derzeit aber vom Tisch. In der Saison 2013/14 stand kurzfristig die Austragung eines Rennens in Schönbrunn im Raum, da ein Februartermin im Rennkalender freigeworden war. Die Pläne scheiterten letztlich allerdings – u.a. deshalb, da der Race-Direktor der FIS eine VIP-Tribüne oberhalb des Neptunbrunnens gewollt habe, dies aber aus Denkmalschutzgründen nicht möglich gewesen sei, sagte Gruber heute. Außerdem gebe es Ende Februar keine Schneesicherheit in der Bundeshauptstadt. Derartige Bemühungen seien nun jedenfalls "nicht mehr aktuell". (APA; 22.12.2016)

  • Das Leiwandste, was man sich nur vorstellen kann.
    foto: apa/afp/cacace

    Das Leiwandste, was man sich nur vorstellen kann.

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