Mark Zuckerberg – kein Superheld

25. Dezember 2016, 10:00
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Mark Zuckerberg wäre wohl gerne ein Superheld. Seinen digitalen Butler nennt er Jarvis, nach der Künstlichen Intelligenz im Film Iron Man"

In der Fiktion steuert Jarvis nicht nur das smarte Heim, sondern mitunter auch die Rüstung des exzentrischen Multimilliardärs wenn dieser gegen das Böse kämpft. In der Realität des Facebook-Milliardärs war Jarvis hingegen die persönliche Herausforderung für das Jahr 2016. Ein selbst geschriebenes Computerprogramm, um die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz auszuloten.

Ein nicht ganz ernst gemeintes Video gibt Einblick in die Vorzüge des überwachten Lebens im Zuckerbergschen Haushalt in Palo Alto. "Guten Morgen, Jarvis." "Guten Morgen, Mark." Der unsichtbare Jarvis zieht den Vorhang zur Seite. Die beiden kommunizieren über eine App. Tochter Max ist vor ein paar Minuten aufgewacht. "Ich unterhalte sie", sagt Jarvis. Sie üben Mandarin. Zuckerbergs frisches Leiberl kommt aus der T-Shirt-Kanone geflogen. Jarvis steuert den Toaster, öffnet bekannten Gesichtern die Tür und regelt die Temperatur – nicht immer perfekt, wie man es von einem Butler gewohnt wäre.

Das Leben mit Jarvis – aus Mark Zuckerbergs Sicht.
Das Leben mit Jarvis – aus Priscilla Chans Sicht.
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Jarvis im Haushalt von "Iron Man" Tony Stark.

Der Facebook-Gründer wünscht sich Ideen, was man Jarvis noch beibringen könnte. Bill Gates fragt "für einen Freund", ob Jarvis diskret einen Hamburger bestellen und an die Hintertür liefern lassen könnte. Zeig uns die fliegende Rüstung im Keller, fordert Zuckerbergs früherer Redenschreiber Dex Torricke-Barton in einem Facebook-Posting. "Ich weiß nicht, wovon du redest", antwortet Zuckerberg zurückhaltend. In der Fiktion hätte es der technisch versierte Geschäftsmann längst mit Hasspostern und Fake-News-Produzenten aufgenommen. Doch dieses Projekt lässt auf sich warten. Gegen solche Gegner hat Zuckerberg wohl noch kein Leiberl. (sb, 25.12.2016)

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