Litauen entdeckt russische Spionage-Software auf Regierungsrechnern

22. Dezember 2016, 18:17
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Schadsoftware wurde offenbar mittels infizierter USB-Sticks auf die Computer eingebracht

Litauen hat in diesem Jahr nach Angaben des nationalen Cyber-Sicherheitsdienstes auf drei Computern von staatlichen Institutionen russische Spionage-Software entdeckt.

Die Programme sollen Passwörter und Dokumente abgegriffen und an russische Geheimdienststellen oder mit russischen Spionageaktivitäten verbundene Internet-Adressen geschickt haben, sagte Behördenleiter Rimtautas Cerniauskas am Donnerstag der Agentur BNS. Aufgespielt worden sei die Software auf die Computer der nicht genannten Behörden des EU- und NATO-Landes durch USB-Sticks.

Berichte

Der litauische Verfassungsschutz hatte in den vergangenen Jahren regelmäßig über eine rege Spionagetätigkeit Russlands berichtet. Auch wurden mehrere russische Diplomaten wegen des Verdachts auf Spionage ausgewiesen. Im Herbst wurde von den litauischen Sicherheitsbehörden eine im Fernsehen beworbene Telefon-Hotline eingerichtet, bei der Bürger mutmaßliche ausländische Spione melden können. (APA, 22.12.2016)

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