Fünf Euro pro Minute: Roaming bei Kreuzfahrten bleibt teuer

22. Dezember 2016, 10:25
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Kreuzfahrtschiffe bleiben explizit von der neuen EU-Roamingregulierung ausgenommen

Wien – Per 15. Juni 2017 will die EU die Roaminggebühren fürs Handytelefonieren, SMS-Schreiben und Internetsurfen abschaffen. Am Donnerstag warnte die Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH (RTR) allerdings: Kreuzfahrtschiffe bleiben explizit von der Neuregelung ausgenommen. Und die derzeitigen Roamingtarife auf hoher See haben es in sich.

"15 bis 20 Euro pro MB Datenverbrauch oder vier bis fünf Euro pro Minute für ein Telefonat stellen die Regel dar", sagt RTR-Geschäftsführer Johannes Gungl. "Wer sich im Urlaub über das Schiffsnetz beispielsweise einen Film über Videostreaming ansieht, muss im schlimmsten Fall mit Kosten in der Höhe von 30.000 Euro rechnen. Ein 20-minütiges Telefonat mit den Daheimgebliebenen kann durchaus 100 Euro und mehr kosten."

Zwar würden Schutzmaßnahmen der österreichischen Betreiber wie Kostenlimits dafür sorgen, dass extrem hohe Rechnungen nicht mehr anfallen. Trotzdem zeigten Fälle bei der RTR-Schlichtungsstelle immer wieder, dass Kunden mit überraschend hohen Telefon- und Internetrechnungen konfrontiert werden. Die RTR rät Kunden, die Netzanzeige zu kontrollieren. Dort sieht man, in welchem Netz man mit seinem mobilen Endgerät gerade eingebucht ist. (APA, 22.12.2016)

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    foto: apa/lukas schulze
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