Presseförderung: Wissenschafter appellieren an Drozda

22. Dezember 2016, 11:30
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Die Forschung soll weiterhin Geld aus der Presseförderung erhalten, fordern Kommunikationswissenschafter in einem offenen Brief an den Medienminister

Salzburg/Klagenfurt/Wien – Führende Kommunikationswissenschafter haben sich am Donnerstag in einem offenen Brief an Medienminister Thomas Drozda (SPÖ) gewandt. Sie fordern, dass die Presseförderung auch nach der geplanten Reform Geld für Forschungsprojekte der Kommunikationswissenschaft zur Verfügung stellt. Derzeit ist ein kleiner Teil der Presseförderung für Forschungsprojekte reserviert. Drozda hat eine grundlegende Reform der Förderung angekündigt.

Die Branche sei "aufgrund der aktuellen Krisen und Herausforderungen kaum in der Lage", "angemessen in Forschung und Entwicklung zu investieren", argumentieren die Forscher. Das konnte durch die Forschungsmittel der Presseförderung gelindert werden. "Eine (Teil-)Finanzierung von Forschungsprojekten ist daher nicht nur im Interesse der Wissenschaft, sondern auch und vor allem in demjenigen der zu fördernden Medien- und Kommunikationsbranche".

Der Brief wurde von Josef Trappel (Uni Salzburg), Franzisca Weder (Österreichische Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft), Rainer Winter (Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Uni Klagenfurt), Matthias Karmasin (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Jörg Matthes (Uni Wien) unterzeichnet. (red, 22.12.2016)

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