Das beste Stück ... nachgefragt bei Barbara Eselböck

Kolumne11. Jänner 2017, 15:26
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Michael Hausenblas fragt die Gastronomin, warum es ausgerechnet dieser Korkenzieher sein muss

"Ich hab mir als 'bestes Stück' einen Korkenzieher aus massivem Messing auserkoren. Es handelt sich dabei um einen Entwurf des österreichischen Gestalters Carl Auböck aus den 50er-Jahren. Meine Eltern haben ihn mir zum Geburtstag geschenkt. Das ist noch gar nicht so lange her.

Was ich an diesem Klassiker schätze, ist seine Einfachheit und die Tatsache, dass er ohne irgendwelchen Firlefanz auskommt. Es geht lediglich darum, den Korken aus der Flasche zu ziehen. Die modernen Artgenossen haben so viele unnötige Funktionen und kommen oft fast schon wie ein Schweizermesser daher.

Meiner ist mir ans Herz gewachsen, und ich verwende ihn auch im Restaurant. Er gehört zu meinem Job, zu meinem Handwerk, so wie ein Stift zur Arbeit eines Journalisten. Falls er mir abhandenkäme, würde ich mir sofort den gleichen wieder besorgen. Ich habe übrigens keine Ahnung, wie viele Flaschen ich entstöpsle. Das ist sehr verschieden." (Michael Hausenblas, RONDO, 11.01.2016)

Barbara Eselböck führt gemeinsam mit ihrem Mann Alain Weissgerber das Restaurant Taubenkobel im burgenländischen Schützen.

  • Barbara Eselböck: "Der Korkenzieher gehört zu meinem Job, zu meinem Handwerk, so wie ein Stift zur Arbeit eines Journalisten."
    foto: nathan murrell

    Barbara Eselböck: "Der Korkenzieher gehört zu meinem Job, zu meinem Handwerk, so wie ein Stift zur Arbeit eines Journalisten."

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